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In der Umgebung

Phnom Bok

Der Phnom Bok ist ein dominanter Hügel.

Ein atemberaubendes Panorama belohnt für die Mühe des Aufstiegs.

König Yasovarman I. hat hier gegen 900 einen Tempel gebaut, wie er ganz ähnlich auf dem Phnom Bok am Tonlé Sap steht.

Ein riesiges Lingam stand einmal auf einer Terrasse aus Laterit.

  • Phnom Bok
    Phnom Bok
  • Phnom Bok, Devata
    Phnom Bok, Devata
  • Phnom Bok, Feuerschreine
    Phnom Bok, Feuerschreine
  • Phnom Bok, Lingam
    Phnom Bok, Lingam
Trapeang Khyangg
Trapeang Khyangg

Trapeang Khyangg

Man muss ins Gebüsch kriechen, um etwas zu sehen.

Der Tempel ist so alt wie Banteay Srei und ähnlich angelegt.

Er ist ein echter Dschungel-Tempel. (Es gibt noch andere, aber dort ist kaum etwas zu sehen.)

Führungen in deutscher Sprache bietet Chamnan Soeun an.

  • Trapeang Khyangg
    Trapeang Khyangg
  • Trapeang Khyangg
    Trapeang Khyangg
  • Trapeang Khyangg
    Trapeang Khyangg

Beng Mealea

Datum: Mitte 12. Jahrhundert(?)
König: Religion: Buddhismus
Funktion: Kloster

Beng Mealea von Osten, Zeichnung von Delaporte (1880)
Beng Mealea von Osten, Zeichnung von Delaporte (1880)

Beng Mealea, Plan
Beng Mealea, Plan

Lage

Beng Mealea, „Lotus-Teich“, liegt ca. 40 km östlich von Angkor an der alten Straße nach Preah Khan von Kampong Svay (ca. 60 km weiter nach Osten), an der Abzweigung der alten Straße nach Koh Ker (ca. 50 km weeiter nach Nordosten).

Übersicht

Die Anlage ist ausgedehnt; der Wassergraben misst ca. 1000 m Ost-West und 875 m Nord-Süd.

Vier Straßen in den Himmelsrichtungen verbinden den Tempel mit den Toren am Wassergraben.

Im Osten liegt ein Baray mit Prasat Phty, der Ruine eines Mebon im Zentrum.

Vom Baray führt, beginnend mit einer Terrasse, eine von Steinpfosten gesäumte Straße zum Kloster. Das war die Route des formellen Tempel-Besuchs; er geht weiter über die Straße, das Ost-Tor der Stadt, die kreuzförmige Terrasse, durch das Ost-Tor des Tempels und innen durch die Kreuzgalerie zum Mandapa.

Der große Tempel in der Mitte misst ca. 180 m Ost-West und 170 m Nord-Süd.

Den zentralen Turm mit Mandapa, und zwei Feuerschreine umrahmen drei konzentrische Galerien; die zwei inneren Galerien stehen nah beieinander.

Die äußere Galerie lässt Raum für eine von Hallen flankierte Kreuzgalerie im Osten. Drei kurze Galerien verbinden diese mit drei Tor-Türmen auf der Ostseite.

Drei weitere Tor-Türme im Norden, Westen und Süden. Sie sind durch Galerien mit der zweiten umlaufenden Galerie verbunden.

Im südlichen Teil des Hofes stehen eine weitere Kreuzgalerie und eine Galerie-Halle.

Den vier Toren sind kreuzförmige Terrassen vorgelagert.

Nagas

Die Tore der Stadt und des Tempels werden von Nagas bewacht. Soweit sie überhaupt erhalten sind, sehen sie recht mitgenommen aus, verdienen aber Beachtung. Link.

Datierung

Es gibt keinerlei Inschriften, die ein exaktes Datum liefern; dieses Problem haben wir bei allen buddhistischen Tempeln aus dieser Epoche. Der Stil und die Ähnlichkeit der Struktur sprechen für eine Datierung später als der Baubeginn von Angkor Wat.

Zustand

Anders als Angkor Wat ist Beng Mealea gänzlich zerfallen, alle Türme und die meisten Galerien sind eingestürzt. Es gibt keinerlei Spuren einer gewaltsamen Zerstörung (nach Christophe Pottier).

Als der Tempel um die letzte Jahrhundertwende von Minen gesäubert wurde, hat man das Gestrüpp entfernt. Aber weite Teile der Anlage sind im Schutt ertrunken.

Besuch

In das Innere des Tempels kommt man nur über ein System von hölzernen Treppen und Stegen. Diese werden teilweise allmählich baufällig; Vorsicht ist geboten, vor allem mit Kindern.

Da ich in dem Tempel schon vorher herumgeklettert bin, kam ich mir auf diesen Stegen vor wie in einem Laufkäfig. Rilkes Panther fiel mir ein. Ich war über dem Tempel, aber nicht drin. Aber Besucher, die zum ersten Mal in dem Tempel sind, sehen das sicher anders.

Frei zugänglich sind die Außenseiten des Tempels und die im Plan markierten Höfe.

Zu den Fotos

00       Nagas bewachen ein Stadttor (2003)

01       Der Anfang des Holzstegs (2016)

02       Nagas am Ost-Tor des Tempels (2016)

03       Nagas am Ost-Tor des Tempels (2003)

04       An der Nord-Ost-Ecke des Tempels

05       Brücke am West-Tor (2009)

06       Am West-Tor (2016)

07       Am Süd-Tor (2009)

08       Halle im nord-östlichen Hof (2003)

09       Halle im nord-östlichen Hof (2016)

10       An der Südost-Ecke des Temples (2014)

11       Im Inneren des Tempels (2003)

12       Im Inneren des Tempels (2003)

13       Blick in den Stumpf des zentralen Turms (2003)

14       Das Quirlen des Milchmeers (2010)

15       Im Inneren des Temples (2014)

16       Im Inneren des Temples (2014)

17       Gefallener Naga, am Ost-Tor der Stadt (2016)

  18        Eingang zum Tempel, Süd-Tor (2009)

Zugang

Beng Mealea ist erreichbar über Dam Daek, an der Nationalstraße 6, von dort führt eine gut ausgebaute Straße nach Norden.

Ticket 5 USD; das Angkor-Ticket gilt hier nicht. 

Nähere Umgebung

Prasat Kansaeng liegt innerhalb des West-Eingangs der Stadt.

Prasat Chrei liegt unmittelbar südlich des Baray.

Prasat Kong Pluk, mit einer kleinen Laterit-Pyramide, liegt an der Südost-Ecke des Baray.

Prasat Don Chan liegt ca. 300 m west-südwestlich vom West-Tor der Stadt.

Prasat Kuk Troap und Prasat Rung Romeas liegen zwischen Don Chan und Wat Beng Mealea. Die beiden Ruinen habe ich 2004 als erster dokumentiert.

Weitere Umgebung

Peung Komnou liegt ca. 12 km nördlich.

Prasat Wat Banteay Srei liegt am Nordrand von Dam Daek.

Quellen

  • Freeman/Jacques, S. 220–224.
  • Roveda 2005, S. 390–392.
  • CAC.

Zuletzt besucht am 4. Januar 2017.

  • Beng Mealea O
    Beng Mealea O
  • Beng Mealea 1
    Beng Mealea 1
  • Beng Mealea 2
    Beng Mealea 2
  • Beng Mealea 3
    Beng Mealea 3
  • Beng Mealea 4
    Beng Mealea 4
  • Beng Mealea 5
    Beng Mealea 5
  • Beng Mealea 6
    Beng Mealea 6
  • Beng Mealea 7
    Beng Mealea 7
  • Beng Mealea 8
    Beng Mealea 8
  • Beng Mealea 9
    Beng Mealea 9
  • Beng Mealea 10
    Beng Mealea 10
  • Beng Mealea 11
    Beng Mealea 11
  • Beng Mealea 12
    Beng Mealea 12
  • Beng Mealea 13
    Beng Mealea 13
  • Beng Mealea 14
    Beng Mealea 14
  • Beng Mealea 15
    Beng Mealea 15
  • Beng Mealea 16
    Beng Mealea 16
  • Beng Mealea 17
    Beng Mealea 17
  • Beng Mealea 18
    Beng Mealea 18

Prasat Kanseang

Datum: Später 12. bis frühes 13. Jahrhundert
König: Jayavarman VII. (1181–ca. 1220)
Religion: Buddhismus
Funktion: Kapelle eines Rastplatzes für Pilger

Prasat Kansaeng, Plan aus GAC
Prasat Kansaeng, Plan aus GAC

Gleich innerhalb des West-Tores von Beng Mealea, ca. 100 m nach Süden, steht die Ruine eines Dharmasala, der Kapelle eines Rastplatzes für Pilger.

Der Platz ist nahezu unberührt und unbesucht.

  • Prasat Kanleang 1
    Prasat Kanleang 1
  • Prasat Kanleang 2
    Prasat Kanleang 2
  • Prasat Kanleang 3
    Prasat Kanleang 3
  • Preah Khan, Dharmasala
    Preah Khan, Dharmasala

Prasat Chrei

Datum: Frühes 12. Jahrhundert
Orientierung: Osten
Religion: Buddhistisch
Funktion: Etappen-Tempel

Prasat Chrei, Plan von GAC
Prasat Chrei, Plan von GAC

Die Ruine steht südlich des Baray von Beng Mealea, an der alten Straße nach Preah Khan von Kampong Svay.

In der Anlage ähnelt der Tempel Chau Say Tevoda und Banteay Samré; ein Turm mit Mandapa und zwei Feuerschreine sind von einer Umfassungsmauer umrahmt.

An der Süd- und Westseite sind Blind-Tore.

Vom Nord-Tor aus führt eine Allee zur alten Straße. Sie ist war gesäumt von Sandstein-Pfosten auf einer flachen Brustwehr.

Während das Nord-Tor, das Blind-Tor und Teile der Umfassungs-Mauer einigermaßen erhalten sind, sind Turm, Mandapa, Feuerschreine und Ost-Tor in sich zusammengestürzt und überwachsen. Ich kam bei meinem letzten Besuch nicht in den Tempel hinein.

Am westlichen Giebel des südlichen Blind-Tors gibt es ein Relief.

Zuletzt besucht am 4. Januar 2017.

Quelle
GAC 5, S. 27–33.

  • Prasat Chrei 1
    Prasat Chrei 1
  • Prasat Chrei 2
    Prasat Chrei 2
  • Prasat Chrei 3
    Prasat Chrei 3
  • Prasat Chrei 4
    Prasat Chrei 4

Prasat Banteay Srei

Prasat Banteay Srei liegt im Norden von Dam Daek im Kloster Wat Banteay Srei, ca. 500 m westlich der Straße nach Beng Mealea.

Wenig südlich davon liegt Prasat Damnang Chamnei, den ich nicht besucht habe.

Der Stumpf eines Turms mit kreuzförmigem Grundriss und einem Eingang nach Westen steht auf einem ebenfalls kreuzförmigen Sockel.

Das verwitterte Lintel zeigt im Zentrum den sitzenden Shiva über Kala und beiderseits Rankenwerk.

Der Turm steht in der Mitte eines Karrees, gebildet von Trümmern, die wohl einmal Galerien waren. Im Norden sind die Reste eines Torbaus zu erkennen, von dem aus Schülerinnen mir zuschauten.

Zwischen dem Turm und dem ehemaligen Osttor liegen große Blöcke am Boden. Ich habe keinerlei Spuren von Feuerschreinen entdeckt.

Ich konnte den Platz nur oberflächlich inspizieren. Galerien und Torbauten ertrinken in Schutt. Der Hof und die Umrahmung sind mit Gestrüpp Schlingpflanzen und Stacheln überwachsen. Es gibt nicht einmal Trampelpfade, aber, wohl verborgen, was ungehobelte Engländer piles of shit nennen würden.

Alles ist aus Sandstein gebaut.

Weiter im Norden ist ein Wassergraben erkennbar.

In der Anlage erinnert mich Banteay Srei an Prasat Kdei Ta Kom Thom (nördlich von Angkor Chum).

Die Bauzeit schätze ich auf spätes 11. bis frühes 12. Jahrhundert.

Welchem Kult Banteay Srei gewidmet war, konnte ich nicht klären.

Besuch am 4. Januar 2017.

  • Prasat Banteay Srei
    Prasat Banteay Srei
  • Prasat Banteay Srei
    Prasat Banteay Srei
  • Prasat Banteay Srei
    Prasat Banteay Srei
  • Prasat Banteay Srei
    Prasat Banteay Srei
  • Klebreis in Bambus
    Klebreis in Bambus
Chau Srei Vibol. Plan von Lajonquiere (1903)
Chau Srei Vibol

Chau Srei Vibol

Der Tempel aus dem 11. Jahrhundert umschließt einen natürlichen Hügel.

Er hat auch einen mächtigen Wassergraben.

Er wurde arg zerstört. 

Den Turm und zwei Feuerschreine umschließt eine Galerie.

Die kreuzförmige Galerie ist in dieser Periode einmalig; über ihren Zweck wissen wir nichts.

Die ganze Anlage umschließt eine Mauer aus Laterit.

  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol Shiva ueber Kala
    Chau Srei Vibol Shiva ueber Kala
  • Chau Srei Vibol, Pralamba
    Chau Srei Vibol, Pralamba
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol
    Chau Srei Vibol
  • Chau Srei Vibol, Vishnu auf Ananta und Geburt Brahmas
    Chau Srei Vibol, Vishnu auf Ananta und Geburt Brahmas

Peung Komnou

Karte
Karte

Peung Komnou, die „Grotte der Darstellungen“, am Fuß der Nord-Ost-Ecke des Phnom Kulen ist eine Gruppe von Sandsteinblöcken, die auf dem Schutt „schwimmen“, der sich unter dem Steilabhang des Phnom Kulen sammelt. (Ähnliches findet man in den Hassbergen in Franken).

Hier haben im 11. Jahrhundert Einsiedler Reliefs geschaffen. Einer, der sich Çivasoma nennt, hat 1074 eine Sanskrit-Inschrift unterschrieben.

An dem großen Fries können wir sehen, dass der Block sich seit dem 11. Jahrhundert schräg gestellt hat.

Die Bilder

1       Landschaft bei Peung Komnou

2       Das große Tableau, 6 mal 2 m, zeigt Vishnu mit vier Armen, links davon Shiva, gerahmt von zwei Wächtern. Dazwischen drei Göttinnen. Rechts von Vishnu steht Lakshmi, seine Gemahlin.  Die Figur rechts von Shiva ist möglicherweise seine Gemahlin Uma.  Beiderseits von Lakshmi und von Uma, sowie links von der Figur ganz links sitzen Asketen. Über dem Haar des Asketen zwischen Vishnu und Lakshmi ist eine kurze Inschrift. zwei Löwen rahmen das Ganze ein.
Rechts davon stehen drei kleinere Figuren unter einem Bogen; die mittlere ist Shiva. Darunter ist die oben erwähnte Inschrift. Noch einmal rechts davon stehen eine männliche und eine weibliche Figur.

3       Die Gruppe links davon zeigt unter einem spitzen Bogen Vishnus Drei Schritte und den Ruhenden Vishnu mit Geburt Brahmas.

4       In einer Spalte zwischen zwei großen Blöcken ist auf der einen Seite wieder der Ruhende Vishnu mit Geburt Brahmas.

5       Gegenüber sitzt Ganesha (ein rares Motiv in Angkor!).

6       Daneben, wohl unvollendet, Vishnu auf Garuda.

7       Noel Hidalgo Tan und seine Studenten. Ich besuchte mit ihnen diesen Ort im Januar 2014.
http://www.southeastasianarchaeology.com/

Quelle

GAC 5, S. 170–174.

Zugang

Von Svay Leu zunächst auf der Straße Richtung Koh Ker. Nach ca. 2 km zweigt links eine Straße ab, der folgen wir ca. 5 km, bis es wieder nach links, Richtung Westen, ca. 2 km auf einer Wegspur nach Peung Komnou geht. (Fragen.) Einen Guide braucht man nicht, kein Eintritt.

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  • Peung Komnou 1
    Peung Komnou 1
  • Peung Komnou 2
    Peung Komnou 2
  • Peung Komnou 3
    Peung Komnou 3
  • Peung Komnou 4
    Peung Komnou 4
  • Peung Komnou 5
    Peung Komnou 5
  • Peung Komnou 6
    Peung Komnou 6
  • Peung Komnou 7
    Peung Komnou 7
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