Module translation not found: You are here: TempelTempel der Spätzeit

Preah Pithu Gruppe

Fünf Tempel und eine buddhistische Terrasse, nahe der Nordwest-Ecke des Großen Platzes in Angkor Thom (bei den Restaurants).

Die Namen: Tempel T, Tempel U, Tempel V, Tempel X oder Prasat Tuot, Tempel Y.

Die Tempel wurden vom 12. bis ca. 14. Jahrhundert gebaut.

Sie liegen in ruhiger, schattiger Umgebung und werden kaum besucht.

Mangalartha

Als ich an 24.7.2017 diesen Tempel besuchen wollte, war es schon spät und fast dunkel (bis ich meine Sonnenbrille abnahm). Kurz vor dem Victory Gate in Angkor Thom führt ein schmaler Weg dorthin. Ich hatte keine Lust die Polizei zu schmieren und beschloss mein Tuk-Tuk stehen zu lassen und  zu laufen. Als ich bei der Ruine war, begann die Holztrommel in einem nahen Wat zu dröhnen, fünf Uhr.

Der Tempel war auf den ersten Blick banal: Ein halb eingefallener Sandstein-Turm auf einem Sockel.

Ich baute mein Stativ auf; auf dem Monitor der EOS leuchteten Farben, zartes und wunderschönes Rest-Licht!

Für die Aufnahme von Vishnus Drei Schritten war der Verschluss 30 Sekunden lang offen.

Der Tempel wurde 1295 geweiht und ist der letzte datierte Tempel in Angkor.

Die Fotos:

  1. Der Turm von Osten.
  2. … von Westen.
  3. Vishnu, auf einem Reachisey ruhend.
  4. Vishnus Drei Schritte.

    

  • Mangalartha 1
    Mangalartha 1
  • Mangalartha  2
    Mangalartha 2
  • Mangalartha 3
    Mangalartha 3
  • Mangalartha 4
    Mangalartha 4

Terrasse des Naga-Königs

Der Bau dieser Terrasse begann wahrscheinlich unter König Jayavarman VII. (1181 –ca. 1220); später wurde diese umgebaut. Sie war die Stätte königlicher Bestattungen.

Reliefs zeigen die sieben Stockwerke der Unterwelt, zuunterst den Naga-König, dann Dämonen-Könige und andere Götter der Tiefe.

Die Terrasse wurde während des Baus nach vorne geschoben; die alte Fassade hat man bei der Restaurierung entdeckt, diese ist jetzt in einem Korridor in Nahansicht.

Oben auf der Terrasse haben wir einen schönen Blick über den Großen Platz.

 Hierher hat es eine Statue verschlagen, eine Wächterfigur. Ein nackter Dämon mit Fangzähnen, am Boden kauernd. (Original im National Museum Phnom Penh.) Offensichtlich ist das weder der Lepra-König noch der Gott des Todes.

Bilder

    

  • Ein Profil der Unterwelt.
    Ein Profil der Unterwelt.
  • Reliefs im Korridor.
    Reliefs im Korridor.
  • Blick auf den Grossen Platz.
    Blick auf den Grossen Platz.
  • Blick zur Elefanten-Terrasse.
    Blick zur Elefanten-Terrasse.

Spean Thma

Spean Thma
Spean Thma

Spean Thma, „Steinerne Brücke“, ist die Ruine einer Brücke über den Siem-Reap-Fluss. Diese wurde im 16. Jahrhundert aus Sandsteinblöcken gebaut, die von Bauten aus Angkor Thom stammen; einige Blöcke zeigen Reliefs.

Die Brücke hatte 16 Joche, jedes 1,10 m weit, die Pfeiler waren 1,60 m breit. Als sie gebaut wurde, hatte der Fluss eine alte Brücke zerstört, aber die neue hielt auch nicht stand. Der Fluss zerstörte sie und verlagerte sich nach Osten. Das Flussbett vertiefte sich um etwa 5 m.

Der Niedergang von Angkor

Das Wohlergehen der Stadt Angkor beruhte auf einem ausgedehnten Bewässerungssystem. Das Wasser kam vom Phnom Kulen und Kbal Spean, zwei damals bewaldeten Höhenrücken im Norden. Die extreme Bautätigkeit erzwang nun eine gewaltsame Erweiterung der künstlich bewässerten Flächen in stärker geneigtes Gelände. Das führte schließlich zum Kollaps. Das Wasser geriet außer Kontrolle und zerstörte die Schleusen und Kanäle.

Symbolisch wird die Zerstörung der Harmonie von Natur und Technik an den Toren von Angkor Thom dargestellt, wo Giganten des Naga, Symbol der Natur, zum Bleiben zwingen wollen, was natürlich nicht gelingt.

Der Zusammenbruch des Bewässerungssystems führte zum Niedergang der Stadt; im Süden  des Landes entstanden neue Residenzen.