Module translation not found: You are here: TempelTempel der Bayon-Zeit

Ta Prohm

Ursprünglicher Name: Rajavihara, „Königliches Kloster“
D Geweiht 1186
H Jayavarman VII. (1181–ca. 1220)
O Osten
K Buddhistisch
F Ahnen-Tempel und Kloster

Ta Prohm, Plan
Ta Prohm, Plan

Limerick
Limerick

Der Tempel ist der Bodhisattva Prajnaparamita geweiht, der buddhistischen Göttin der Universalen Weisheit. Hier war eine buddhistische Universität. In der äußeren (IV.) Einfriedung sind 93 Fundamente von aus Laterit gebauten Mönchs-Zellen aufgereiht; sie waren höchstwahrscheinlich für die Dozenten bestimmt.

Der zentrale Komplex hat neun Türme, die äußeren sind durch Galerien verbunden (I. Einfriedung). Dans Ganze ist noch einmal von einer Galerie eingerahmt (II. Einfriedung)

Im Norden und Süden der III. Einfriedung sind kleinere, jeweils von einer Galerie eingerahmte Komplexe.

(Plan mit freundlicher Genehmiging von Prof. Sahai.)

Ta Prohm liegt zum größten Teil in Schutt und Trümmern. Einige Galerien sind erhalten, und hier sind die Wurzeln, die zu einem großen Anziehungspunkt geworden sind. 

Vögel fressen die Früchte der Tetrameles nudiflora (Das ist der Baum mit der Camembert-Rinde.) Zum Koten setzen sie sich den First einer Galerie, wenn das Mauerwerk stabil genug ist, wachsen der Baum nach oben und seine Wurzel nach unten. Die Natur kehrt in Schönheit zurück. Schauen Sie genau hin, die Wurzeln zeigen weibliche Formen. Wenn Bäume auf Galerien stehen, ist das der Beweis dafür, dass hier solide gebaut worden ist.

Es gibt auch Würgfeiigen, die auf und auf Kosten anderer Bäume wachsen und Luftwurzeln bilden.

„Dschungel-Tempel“ sehen anders aus, sie sind nicht so aufgeräumt und meistens so sehr überwachsen, dass man fast nichts erkennt.

2001 wurden in Ta Prohm eine Szene des Films Lara Croft: Tomb Raider gedreht. (Dazu mein Limerick.)

Um den Tempel-Komplex herum hatte sich eine Stadt entwickelt, die dann eine Umfassungsmauer mit vier Gesichter-Türmen als Tore erhielt, die Türme im Osten und Süden liegen in Trümmern.

Besuch

Ta Prohm besuchen Sie möglichst nach Preah Khan. Dieser Tempel hat eine ähnliche Struktur, ist aber wesentlich übersichtlicher.

Ihr Fahrer kann Sie an der Nordwest-Ecke der Stadt absetzen. Nach ca. 450 m Fußweg gehen Sie durch das Nord-Tor mit dem schönen Gesichter-Turm in den Tempel hinein, vor dem Wassergraben links zum Ost-Tor (IV). Durch den inneren Komplex können Sie, auf Holzstegen, nur von Oste nach Westen gehen. Außerdem sind zugänglich und sehenswert. die südöstlichen und westlichen Höfe im Tempel, und die Galerie des Tempels von außen, rundherum. Ihr Fahrer wartet am besten vor dem Ost-Tor.

Die großen Busse kommen gewöhnlich um 10, 11, 14 und 15 Uhr. Vorher, zwischendurch und nachher ist im Tempel eher ruhig.

Rettet Angkor vor Lara Croft  

Facebook 1

Facebook 2   

Bäume in Ta Prohm

  • Tetrameles nudiflora
    Tetrameles nudiflora
  • Wuergfeige
    Wuergfeige

Preah Khan

D Geweiht 1191
H Jayavarman VII: (1181–ca. 1220)
O Osten
K Buddhistisch
F Ahnen-Tempel und Kloster-Stadt
L Am West-Ufer des Nördlichen Barays

Preah Khan, Plan
Preah Khan, Plan

Die Stadt

Der Tempel-Komplex steht im Zentrum einer Stadt. Diese ist von einer Umfassungsmauer und einem Wassergraben umgeben mit Toren in den vier Himmelsrichtungen. Die gemauerten Dämme davor sind mit Giganten-Balustraden gesäumt. Je 27 Götter und Dämonen halten einen Naga fest. (Mehr dazu beim Süd-Tor von Angkor Thom.)

Die Stadt war Sitz eines buddhistischen Klosters und einer internationalen medizinischen Universität, in der Mönche aus Kambodscha, China und Indien forschten, lehrten und praktizierten. Preah Khan war das Herz der Gesundheitspolitik, die vor allem die zwei aufeinanderfolgenden Ehefrauen des Königs betrieben.

Der Bodhisattva Avalokiteshvara, dem der Tempel geweiht ist, wird (allerdings nicht in Preah Khan selbst) in vielen zeitgenössischen Reliefs als Heiler von Kranken dargestellt.

In die Stadtmauer sind, jeweils in 35 m Abstand, Garuda-Reliefs eingelassen.

Wenn wir von Osten hineingehen, sind wir auf der ehemaligen Hauptstraße. Vor dem Tempel steht rechts ein Dharmasala, die Kapelle einer Pilger-Raststätte.

Der Tempel

Der zentrale Schrein ist dem Bodhisattva Avalokiteshvara geweiht als besonderem Schutzherren des verstorbenen Vaters des Königs. In der Mitte stand ein Bild des Bodhisattva mit den Gesichtszügen des Verstorbenen. Zwei Galerien umrahmen den Komplex. In die Höfe wurden nachträglich kleine Schreine hineingepfercht; ein reizvolles Chaos ist so entstanden. Der Schrein ist nach Osten orientiert; die Halle der Tänzerinnen und das Ost-Tor des Tempels sowie eine weite Terrasse sind ihm vorgelagert. Jenseits des Stadt-Tors führt eine Avenue zu einer Landungsstelle am Nördlichen Baray.

Der westliche Schrein ist Vishnu geweiht und nach Westen orientiert. Das West-Tor des Tempels ist ihm vorgelagert. Er hat ebenfalls eine Avenue vor der Stadt.

Die Schreine im Norden und Süden sind nach Osten orientiert. Der nördliche ist Shiva, der südliche verstorbenen Königen und Königinnen geweiht.

Das Ost-Tor des Tempels

Die Ruine, jenseits einer weiten Terrasse gelegen, hatte drei Tor-Türme und zwei Tor-Pavillons, ähnlich des West-Tor von Angkor Wat. Wir gehen durchs mittlere Tor hinein. 

Die Halle der Tänzerinnen

Sie hat ihren Namen von den  Friesen mit tanzenden Apsaras über den Toren. In der Struktur ähnelt sie der unteren Kreuzgalerie in Angkor Wat.

Das Gebäude auf Pfählen

Das auffälligste Gebäude in Preah Khan ist die steinerne Kopie eines Reisspeichers (Persönliche Mitteilung von Christophe Pottier). Das Obergeschoss war nur über eine Leiter zugänglich. Der Speicher steht am Eingang des Quartiers der Mönche im äußeren Bereich des Tempels, wo wir auch verschiedene Wasserbecken finden. Die Terrasse nebenan bietet einen Blick in den zentralen Schrein.

Achsen

In Preah Khan bieten die Achsen freien Blick in die vier Himmelsrichtungen. Wenn wir uns diese Achsen als Symbole der Ausrichtung nach der universellen Harmonie vorstellen, dann ist die Energie, die aus dieser Harmonie entsteht, in diesen Gängen gebündelt, und vor allem in ihrer Kreuzung.

Das ursprüngliche Bild war anders: Die einzelnen Schreine waren durch geschlossene Türen voneinander getrennt und wurden durch Fackeln und Öllampen erhellt. Reihen von Dübel-Löchern deuten darauf hin, dass diese Wände mit Bronzeplatten verkleidet waren, in denen sich die Lichter spiegelten.

Srei Krup Leak

Halb versteckt in den verfallen Galerien des zentralen Schreins sind zwei Devata-Reliefs, die angeblich Jarayajadevi und Indradevi, die aufeinanderfolgenden Frauen Jayavarmans VII. darstellen. Sie gelten als wundertätig und sollen schon manchen Paar zu Nachwuchs verholfen haben.

Besuch

Preah Khan hat Eingänge im Westen, Norden und Osten. Am besten sehen Sie morgens und gehen von Osten hinein. Versäumen Sie nicht das stille Süd-Tor der Stadt! Verlassen Sie den Tempel nach Norden oder Westen.

    

Neak Pean

Ursprünglicher Name Rajyasri, „Das Wohlergehen des Königreiches“‘
D Spätes 12. Jahrhundert
H Jayavarman VII. (1181-ca. 1220)
O Osten
K Buddhistisch
F Pilgerstätte
L Im Nördlichen Baray

.

.

Der Tempel liegt auf einer künstlichen Insel, zu der man von Norden über einen langen Steg gelangt.

Er war dem Bodhisattva Avalokiteshvara geweiht, dem buddhistischen Gott der universellen Nächstenliebe.

Um eine kreisrunde Insel in der Mitte breitet sich ein quadratisches Wasserbecken. Diesem Wasser wurden magische Heilkräfte zugeschrieben. Es floss durch vier Brunnen-Kammern in kleinere Becken. Dort empfingen es die Heilung suchenden Pilger.

Auf der Insel steht ein kleiner Turm, seine Schein-Türen zeigen Reliefs des stehenden Bodhisattvas Avalokiteshvara. Sie wird umschlungen von einem Paar liegender Nagas, deren Schwänze sich auf der West-Seite verschlingen. Neak Pean heißt „Verschlungene Nagas“.

Östlich von der Insel steht eine Skulptur des Bodhisattvas in seiner Inkarnation als Pferd Balaha.

Die Brunnen-Kammern zeigen Reliefs des heilenden Bodhisattvas.

   

   

Banteay Kdei (Glaize)
Banteay Kdei (Glaize)

Banteay Kdei

Banteay Kdei ist eine gut erhaltene Klosterstadt mit vier Gesichter-Türmen, der Prototyp der großen Klostertempel der Bayon-Epoche.

Um den zentralen Turm stehen acht Türme in den Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen. Alle neun Türme sind durch Galerien verbunden. Das Ganze ist ein gebautes Mandala, eine symbolische Darstellung des Universums mit Himmel, Erde und Unterwelt. (Wikipedia deutsch.)

Nach Osten vorgelagert ist die Halle der Tänzerinnen (H). Sie ähnelt in der Bauweise der unteren Kreuzgalerie in Angkor Wat und hatte wohl auch eine ähnliche Funktion, die des Übergangs von außen in das Heiligtum.

Nördlich davon ist eine Ruine, die einmal ein Reisspeicher war. (Glaize ignoriert sie in seiner Zeichnung.) Hier beginnt, erkennbar durch Wasserbecken, das Quartier der Mönche, des den Tempel vollständig ummantelt.

Srah Srang

(10. Jahrhundert), dem Tempel Banteay Kdei östlich vorgelagert, ist ein Baray oder Wasserbecken mit einer malerischen Terrasse.

Ta Som

Ursprünglicher Name (vielleicht): Gaurasrigajaratna, “Das Juwel des Glück verheißenden Weißen Elefanten“.
D Spätes 12. bis frühes 13. Jahrhundert.
K Jayavarman VII. (1181–ca. 1220).
O Osten.
K Buddhistisch.
F Klosteranlage.
L An der Ost-Seite des Nördlichen Baray. Zugang vom Damm des Baray.

Ta Som
Ta Som

Der Damm, auf dem die Straße verläuft, liegt einige Meter höher. Wir steigen hinunter über ein paar verfallene Stufen.

Eine Laterit-Mauer von ca. 125 m West-Ost und 110 m Nord-Süd umschließt das Kloster. Wir gehen durch das West-Tor mit Gesichter-Turm und betreten die Anlage von der Rückseite.

Der zentrale Schrein ist noch einmal von einer Laterit-Mauer und einem Graben eingeschlossen. Dieser diente der Wasser-Versorgung. Tor-Pavillons stehen im Westen und Osten.

Der zentrale Turm ist umrahmt von einer Galerie mit Eck-Pavillons und Tor-Türmen in den Himmelsrichtungen. Hier stand eine zwei Meter hohe Statue des Buddhas auf einem Naga. Diese wurde, vermutlich während des Bildersturms in der Mitte des 13. Jahrhunderts, zertrümmert. Die Reste sind im Depot der Angkor Conservation.

Im östlichen Teil des Innenhofes stehen zwei Feuer-Schreine.

Der Eingang zu Tempel im Osten hat wieder einen Gesichter-Turm. Dessen östliche Vorhalle ist von einer Würgefeige überwachsen. Malerisch.

Besuchsweg

Vom Westen geradeaus bis in den zentralen Turm. Dort nach rechts, Süden, durch den Tor-Turm. Danach links, Osten. Vor dem inneren Ost-Tor gehen Sie durch das mittlere zum äußeren Ost-Tor und durch dieses hinaus.

Zurück können Sie im Norden um den zentralen Schrein herumgehen.

Fast überall liegen Steinblöcke auf dem Boden; herumsteigen ist möglich.

Fotos

1 - Ta Som, äußeres West-Tor von Osten.

2 - Das Quirlen des Milchmeers, der Naga ist in Schleifen gelegt. An der Nord-Seite des Damms über den Wassergraben vor dem mittleren West-Tor.

3 - Das mittlere West-Tor von Westen.

4 - Der Bodhisattva Avalokiteshvara segnet Anbeter. Reliefs mit ähnlichen Szenen sind auf den meisten Giebeln, soweit sie erhalten oder rekonstruiert worden sind.

5 - Hier stand der Bodhisattva in seiner Erscheinungsform als Lokeshvara, „Herr der Welten“. Er stand auf einem Lotus; rechts kniet anbetend Vishnu mit vier, die entsprechende Figur links war wohl Brahma. Himmlische Tänzer umschwebten sein Haupt.
Dieser Bodhisattva hatte sich den Platz Shivas angeeignet. Im Bildersturm, Mitte des 13. Jahrhunderts, wurde sein Bild ausgekratzt. (Es gibt noch einige weitere ähnlich behandelte Reliefs.)

6 und 7 - Devatas. Die Nischen sind mit Makaras überwölbt, aus deren Mäulern Nagas hervorquellen. Das ist ganz ähnlich wie bei den Giebeln in Angkor Wat.

8 - Devata-Relief mit grünen Flechten.

9 - Preah Thorani, die Göttin der Erde, als Devata.

10 - Devata, deren Nische von Nagas überwölbt ist. Insgesamt sind in Ta Som 172 Devata-Reliefs.

11 - Detail mit einem Gott, einem Dämonen und einer Devata als Tür-Wächter.

12 und 13 - Das äußere Ost-Tor von Westen und Osten.

14 - Dieser Verkaufstand war vor dem Regen geräumt worden. Für eine kurze Zeit war der Tempel paradiesisch ruhig, frei von den lästigen Händlern.

     

Bayon

D Spätes 12. bis 13. Jahrhundert
H Jayavarman VII. (1181–ca. 1220), Indravarman II. (ca. 1220–1243), Jayavarman VIII. (ca. 1243–1295)
O Osten
K Buddhistisch
F Staats-Tempel
L Südlich des Königs-Palasts

Bayon, Plan
Bayon, Plan

Im Kern des Tempels ist eine erhöhte kreuzförmige Terrasse; darauf und darum herum stehen Türme (insgesamt 51) mit Gesichtern (insgesamt 173).

Eine Masse von Türmen wächst auf, zur Mitte hin werden sie größer, wie Bäume in einem Wald. Der höchste in der Mitte ist 16-eckig.

Eine innere und eine äußere Galerie rahmen die Terrasse ein. Die äußere Galerie zierten acht weitere Türme, an den Ecken und in den vier Himmelsrichtungen. Die äußeren Türme sind sämtlich eingestürzt.

Zugang zum Tempel ist von allen vier Seiten. Moderne Treppen führen auf die obere Plattform, wo man den Gesichtern gegenübersteht.

Das Antlitz des Bodhisattva

Die Gesichter zeigen den Avalokiteshvara, den Bodhisattva des Universellen Mitgefühls. Ein Bodhisattva, „Erleuchtungswesen“, ist die Wiedergeburt eines Erleuchteten, der in die Welt zurückgekehrt ist um den Menschen zu helfen.

Sein Antlitz ist allgegenwärtig, 173 Gesichter sind im Bayon, an 51 Türmen, 20 an den fünf Toren von Angkor Thom und zahllose weitere an Tempel-Türmen in Angkor, Banteay Chhmar und Preah Khan von Kampong Svay.

Überall finden wir die Gesichter, und wenn sie lächeln, dann segnen sie uns.

Aber der Bodhisattva trägt das Dritte Auge Shivas und wird Lokeshvara genannt, „Herr der Welt“. Das provoziert die Anhänger Shivas und führt zu Konflikten und dem Bildersturm in der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Buddha auf dem Naga-Thron

Diese Statue im Vihear Prampil Loveng, 3,60 m hoch,  stand ursprünglich im zentralen Turm des Bayon. Sie wurde beim Bildersturm Mitte des 13. Jahrhunderts zerschlagen; die Trümmer wurden in den zentralen Schacht unter dem Turm geworfen. In den 130ern wurde dieser Schacht ausgraben. Die Trümmer wurden zusammengesetzt; die Statue konnte aber nicht zurück gebracht werden und steht jetzt hier.

Besuch

Der Bayon ist am schönsten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Über Mittag ist es manchmal auch ruhiger, sonst ist er überlaufen. Nehmen Sie Wasser mit. Sie verlassen den Tempel am besten nach Westen.

Referenzen

  • Freeman/Jacques, S. 78-101.
  • Roveda 2005, S. 422-433.
  • Petrotchenko, S. 206-237.

   

Bayon, äußere Galerie

Die äußere Galerie, acht Felder von je 35 m Länge, zeigen vorwiegend historische Szenen, aber die Bilder lssen sich nicht bestimmten Ereignissen zuordnen. Auf den ersten Blick sieht es aus, als kämpften Khmer gegen Cham (die mit den Mützen), aber in anderen Szenen kämpfen Khmer und Cham gegen Khmer und Cham.

Andere Szenen zeigen Alltagsleben am Hof, in der Stadt oder am See-Ufer.

  • Aufmarsch der Armee. Ostseite, südlicher Flügel.
  • Szenen in Chinesen-Häusern.  Ostseite, südlicher Flügel
  • Szenen an einem Shiva-Tempel. Eine hochgestellte Person betritt  mit ihrem Gefolge den Schrein. (Ihre Figur wurde nicht ausgeführt.) 
  • Unten haben zwei Rishis Zuhörer; die Frauen stehen. Ostseite, südlicher Flügel
  • Boots-Szenen auf dem Tonlé Sap. Unten Szenen am Ufer. Südseite, östlicher Flügel.

Bayon, innere Galerie

Die innere Galerie ist verwinkelt und besteht aus kleineren Feldern. Vorherrschend sind hier Szenen aus der Hindu-Mythologie, von denen viele sich nicht deuten lassen.

  • Bayon: Aufmarsch der Armee
    Bayon: Aufmarsch der Armee
  • Bayon: Szenen um einen Tempel
    Bayon: Szenen um einen Tempel
  • Bayon: Chinesen
    Bayon: Chinesen
  • Bayon: Boots-Szenen
    Bayon: Boots-Szenen
  • Bayon: Boots- und Ufer-Szenen
    Bayon: Boots- und Ufer-Szenen
  • Bayon: Pilger-Reise
    Bayon: Pilger-Reise
  • Bayon: In einem Palast
    Bayon: In einem Palast
  • Bayon: Verehrung Vishnus
    Bayon: Verehrung Vishnus
  • Bayon: Verehrung Shivas
    Bayon: Verehrung Shivas
  • Bayon: Palast Shivas
    Bayon: Palast Shivas

Angkor Thom

Karte von Angkor Thom
Karte von Angkor Thom

Angkor Thom, „Großer Ort“, wird heutzutage die äußere Einfriedung des Bayon genannt, ein etwas schiefes Quadrat von ca. 3 km Seitenlänge. Sie schließt andere Tempel und den Königs-Palast mit ein.

Angkor Thom wurde eine „Stadt in der Stadt“, die Hauptstadt hieß nach wie vor Yasodharapura.

Die Umfassungsmauer aus Laterit ist 8 m hoch, davor liegt ein 100 m breiter Wassergraben, innen ist ein ca. 30 m breiter Erdwall, auf dem man entlang der Mauerkrone auf schattigen wegen gehen kann, insgesamt 12 km. (Bei lang anhaltender Trockenheit werden aber die Wege staubig.)

In den Ecken stehen vier kleine Tempel, die Prasat Chrung.

Tore und Dämme

Es gibt fünf davon, vier in den Himmelsrichtungen und einer östlich des Königs-Palasts. Alle sind nach dem gleichen Modell gebaut; heute sehen sie aber je nach Erhaltungs-Zustand und Umgebung verschieden aus. Jeder ist ein Meisterstück der Kunst.

Drei Türme sind aneinandergebaut; der mittlere ist größer und höher und öffnet sich zu einer Tordurchfahrt. Die zweiten Turmgeschosse zeigen in den vier Himmelsrichtungen das Gesicht des Bodhisattvas. 

In den Winkeln des Tors reitet jeweils Gott Indra, der Hüter des Ostens und der Tempel-Eingänge, auf dem drei-köpfigen Elefanten Airavan.

Giganten-Balustraden

54 Götter und 54 Dämonen halten je einen neun-köpfigen Naga. „Sie ziehen an der Schlange und versuchen sie am Entkommen zu hindern.“ (Zhou Daguan, Ende des 13. Jahrhunderts.) – Mehr über den Naga bei Bakong und Phimeanakas-

Hospital-Tempel

Sie waren die Zentren von Hospitälern, die Jayavarman VII. überall in seinem Reich eirichtete.

Vor den Toren von Angkor Thom stehen vier davon:

  • Prasat Tonle Snguot im Norden.
  • Der Hospital-Tempel neben der Nordwest-Ecke der Pyramide des Takeo.
  • Prasat Ta Prohm Kel nahe der Nord-West-Ecke des Wassergrabens von Angkor Wat.
  • Der Westliche Hospital-Tempel zwischen der Mauer von Angkor Thom und dem Westlichen Baray.

   

Südöstlicher Prasat Chrung

Erbaut unter König Jayavarman VII. (1181-ca. 1220)

Die Prasat Chrung (Chrung bedeutet „Ecke“) stehen in den vier Ecken der Mauer.

Alle sind nach Osten orientiert, gleich von Gestalt, und haben Türme mit kreuzförmigem Grundriss. Die Giebel-Reliefs zeigen den stehenden Bodhisattva Avalokiteshvara inmitten kniender Figuren; sein Gesicht ist überall ausgekratzt. Die Wände sind außen geschmückt mit Devatas in Nischen und Reliefs von Baluster-Fenstern.

Unmittelbar vor dem Eingang im Osten stand oder steht ein Stelen-Pavillon, wie wir ihn von Pre Rup kennen.

Die Stelen

Jede Stele trug vier verschiedene Inschriften, diese wiederum waren viermal die gleichen. Und alle sind unvollendet. Das heißt, sie wurden gegen Ende der Regierungszeit Jayavarmans angefertigt. Das Ende von dessen Herrschaft bleibt im Dunkeln.

Der Weg

Eine breite Erdaufschüttung in voller Höhe bekleidet innen die Mauer von Angkor Thom.

Im Juli 2017 ging ich zu Fuß vom Süd-Tor von Angkor Thom über den Prasat Chrung zum Ost-Tor, alles in allem, drei Kilometer. Am Süd-Tor führt ein versteckter Pfad hinauf. Der Weg oben liegt im Schatten von Bäumen, rechts ist die Mauer-Kante, unten sieht man zwischen den Zweigen immer wieder den Wassergraben von Angkor Thom. Das ist angenehm zu laufen, aber in der fortgeschrittenen Trockenzeit wir der Weg staubig.

Bis 2016 war die Mauer an mehrere Stellen eingefallen und die Böschung  unterbrochen. Das ist jetzt repariert, nur die Pfade, auf denen man um die Lücken herumging, führen noch ins Dickicht.

Foto-Galerie

  1. Blick von Nordosten
  2. Turm von Nordwesten
  3. Turm von Westen
  4. Detail mit Devatas und Baluster-Scheinfenster
  5. Devatas und Baluster-Scheinfenster am West-Tor von Angkor Wat
  6. Der Weg
  7. Reparaturarbeiten 2016

     

  • Prasat Chrung SO 1
    Prasat Chrung SO 1
  • Prasat Chrung SO 2
    Prasat Chrung SO 2
  • Prasat Chrung SO 3
    Prasat Chrung SO 3
  • Prasat Chrung SO 4
    Prasat Chrung SO 4
  • Prasat Chrung SO 5
    Prasat Chrung SO 5
  • Prasat Chrung  NO 6
    Prasat Chrung NO 6
  • Prasat Chrung SO 7
    Prasat Chrung SO 7

Nordöstlicher Prasat Chrung

Zum Tempel führt wieder der Weg hoch auf der Mauer, vom Victory Gate ist es 1 km.

Ich stoße zunächst auf die Südost-Ecke, gehe also von hinten in den Tempel hinein. Er ist angelegt wie der Südöstliche Prasat Chrung: Turm auf kreuzförmigem Grundriss, nach Westen und Osten geöffnet; Stelen-Pavillon; Terrasse; Umfassungsmauer mit kleinem Tor im Westen. Den Feuerschrein finde ich nicht.

Der Turm ist jetzt eingerüstet (Foto 2 ist  von 2009.)

Der Stelen-Pavillon ist wohl erhalten (Bild 3).

Eine makabre Kuriosität sind Giebel-Reliefs, einst mit dem stehenden Bodhisattva Avalokiteshvara (Bild 5). Während des Bildersturms in der Mitte des 13. Jahrhunderts hat man in allen Giebel-Reliefs der Eck-Tempel sein Gesicht ausgekratzt; hier hat man die gesamte Figur roh in einen Lingam umgemeißelt (Bild 4).

     

  • Prasat Chrung NO 1
    Prasat Chrung NO 1
  • Prasat Chrung  NO 2
    Prasat Chrung NO 2
  • Prasat Chrung NO 3
    Prasat Chrung NO 3
  • Prasat Chrung NO 4
    Prasat Chrung NO 4
  • Prasat Chrung NW 3
    Prasat Chrung NW 3

Nordwestlicher Prasat Chrung

Der Weg dorthin geht vom West- oder Nord-Tor, jeweils 1,5 km.

Die beiden Tempel auf der Westseite öffnen sich nach innen, wir betreten sie also von vorne. Der Stelen-Pavillon steht jetzt vor der Terrasse (Bild 1).

Der Turm hat seine Spitze verloren, die Reliefs sind aber wohl erhalten.

Im frontalen Giebel steht ein kurzbeiniger Bodhisattva Avalokiteshvara auf Lotus-Blüten inmitten von Anbetern. Sein Gesicht ist, wie überall, ausgekratzt.

Das Lintel zeigt Kala.

Von den vierundzwanzig Devatas ist eine auf der Nord-Seite hervorzuheben; sie zeigt Preah Thorani, die buddhistische Göttin der Erde. Als Mara, der Gott des Bösen, den zukünftigen Buddha angreifen will, vertreibt sie ihn mit dem Wasser, das sie aus ihrem Haar wringt.

Bilder-Galerie

  1. Prasat Chrung NW von Osten.
  2. Der Turm von Süd-Osten.
  3. Giebel-Relief.
  4. Lintel.
  5. Preah Thorani.   

    

  • Prasat Chrung NW 1
    Prasat Chrung NW 1
  • Prasat Chrung NW 2
    Prasat Chrung NW 2
  • Prasat Chrung NW 3
    Prasat Chrung NW 3
  • Prasat Chrung NW 4
    Prasat Chrung NW 4
  • Prasat Chrung NW 5
    Prasat Chrung NW 5

Südwestlicher Prasat Chrung und Run Tadev

Den Tempel kann man auf einer Wanderung vom Süd- zum West-Tor von Angkor Thom besuchen, zweimal 1,5 km.

Nur die Ruine des Turms ist von ihm übrig geblieben, und der ist kleiner als bei den anderen; er zeigt nur 16 Devatas (die andern 24).

Weil es kaum mehr Bäume gibt, ist die Aussicht hier am schönsten.

Run Tadev

Lage: ca. 100 m östlich des Prasat Chrung.

Der Südwesten ist der am tiefsten gelegen Teil von Angkor Thom. (Die nord-östliche Ecke liegt etwa acht Meter höher.) Hier sammelt sich das Wasser im Beng Thom, einem rechteckigen Becken, der ein Biotop geworden ist.

Das Abwasser floss durch mehrere aus Laterit gemauerte und überwölbte Kanäle unter der Mauer in den Wasser-Graben. Drei davon sind erhalten, mindestens einer davon ist begehbar. Hier kann man also hinaus zum Wassergraben gelangen, je nach Jahreszeit muss man waten.

Bequemer geht es zum Wassergraben über einen modernen Treppenturm kurz nördlich der Südwest-Ecke.

Quellen zu Prasat Chrung und Run Tadev

  • Chandler, S. 69–70.
  • Roveda 2005, S. 416.
  • Petrotchenko, S. 246–250.

Bilder-Galerie

  1. Der Turm
  2. Blick über den Wassergraben
  3. Run Tadev

     

  • Prasat Chrung SW
    Prasat Chrung SW
  • Prasat Chrung SW
    Prasat Chrung SW
  • Run Tadev
    Run Tadev

Elefanten-Terrasse

Terrasse des Lepra-Königs

D Ende 12. Jahrhundert und später.
K Hinduismus.
F Königliche Verbrennungsstätte

Reliefs zeigen die sieben Stockwerke der Unterwelt, zuunterst den Naga-König, dann Dämonen-Könige und andere Götter der Tiefe.

Die Terrasse wurde während des Baus nach vorne geschoben; die alte Fassade hat man bei der Restaurierung entdeckt, sie ist jetzt in einem Korridor in Nahansicht.

Oben auf der Terrasse haben wir einen schönen Blick über den Großen Platz. Hierher hat es eine Statue verschlagen, eine Wächterfigur, einen nackten Dämon mit Fangzähnen, am Boden kauernd. (Original im National Museum Phnom Penh.) Offensichtlich ist das weder der "Lepra-König" noch der "Gott des Todes".