Module translation not found: You are here: TempelFrühe Kolossal-Tempel

Ta Keo

Ursprünglicher Name: Hema-sringagiri, „Berg mit goldenen Gipfeln“
D Spätes 10. bis frühes 11. Jahrhundert
H Jayavarman V. (968–ca. 1000), Jayaviravarman (1002-1011)
O Osten
K Hinduistisch, Shiva
F Staats-Tempel
L An der Westseite des Östlichen Barays

Ta Keo, Plan der Pyramide
Ta Keo, Plan der Pyramide

Diese Pyramide ist wirklich ein Koloss, mit den Türmen 45 m hoch.

Man sieht ihr an, dass es mit der ersten steilen Sandstein-Pyramide nicht so einfach war. Begonnen wurde der Bau um 975 mit einer Laterit-Basis. Die erste Stufe wurde dann aus Sandstein weiter gebaut und bekam eine Umfassungsmauer. Auf der zweiten Stufe wurde die erste Galerie in Angkor gebaut; sie war mit Backstein überwölbt. Die dritte, vierte und fünfte Stufe wurden zu einer zusammengezogen, wie beim Pre Rup. Der Sandstein ist bei jedem Bauabschnitt von anderer Farbe.

Die Türme

Wir habenwieder eine Quincunx, aber sie jetzt ganz anders aus, die Türme sind nach vier Seiten offen. Jeder Eingang hat eine Vorhalle; der Grundriss wird kreuzförmig. Der zentrale Turm hat doppelte Vorhallen, er ist deutlich größer und steht auf einem hohen Sockel. Wenn man aus dem entsprechenden Abstand auf die Pyramide blickt, stehen die Türme gleich groß nebeneinander.

Gebaut sind sie aus Grauwacke, einem feinkörnigen und harten Sandstein; dieser lässt sich fast nicht mit dem Meißel bearbeiten und blieb ohne Reliefschmuck. Die Türme blieben unvollendet und wurden nicht kultisch genutzt.

Bau-Phasen

Im vorletzten Bild sehen wir die Aufeinanderfolge verschiedener Steinarten: Laterit, brauner, grauer, gelber und grünlicher Sandstein.

   

   

    

  • Ta Keo, die Pyramide von Osten
    Ta Keo, die Pyramide von Osten
  • Ta Keo, die Pyramide von Sued-Osten
    Ta Keo, die Pyramide von Sued-Osten
  • Ta Keo, die grosse Treppe im Osten
    Ta Keo, die grosse Treppe im Osten
  • Ta Keo, zentraler Turm
    Ta Keo, zentraler Turm
  • Ta Keo: Bau-Phasen
    Ta Keo: Bau-Phasen
  • Ta Keo, isolierter Turm im Sued-Osten
    Ta Keo, isolierter Turm im Sued-Osten

Um den Großen Platz

Königs-Palast, Phimeanakas, Khleang, Prasat Suor Prat, Kleiner Tempel

Phimeanakas
Phimeanakas

Königs-Palast

Eine sorgfältig gebaute Umfassungs-Mauer mit Toren in Osten, Süden und Norden, gebaut Anfang des 11. Jahrhunderts, schließt eine Fläche von ca. 250 m mal ca. 600 m ein.

Alle weltlichen Bauten waren aus vergänglichem Material und sind verschwunden.. Bis auf den Phimeanakas, zwei Wasserbecken und diverse kleinere Ruinen ist das Innere heute leer.

Ost-Tor des Königs-Palasts

D Frühes 11. Jahrhundert
H Suryavarman I. (1002–1049)

Ein nobler Sandstein-Bau, ursprünglich mit Backsteinen überwölbt. Inschriften von 1011 geben den Text des Treueids, den Suryavarman I. seine Vasallen schwören ließ.

Phimeanakas

D Anfang 11. Jahrhundert
O Osten
K Hinduistisch, Shiva
F Privat-Kapelle des Königs
L Im Königs-Palast

Etwa in der Mitte des Königs-Palasts steht die Ruine des Phimeanakas, eine kleine rechteckige Pyramide aus Laterit, darauf die Ruine eines Sandstein-Turms mit kreuzförmigem Grundriss, gerahmt von der ersten perfekten Galerie in Angkor.

Der länglich-rechteckige Grundriss der Pyramide verrät, dass sie vor-angkorianischen Ursprungs ist; bis etwa zum 7. Jahrhundert waren Tempel rechteckig.

Der Naga im Untergrund

Mit dem Phimeanakas ist eine Legende verbunden, die Ende des 13. Jahrhunderts aufgezeichnet worden ist. Der König muss jeden Abend hinaufsteigen, wo er den Naga in Gestalt einer Frau trifft, mit der er das Bett teilt. Wenn der Naga einmal nicht erscheint, muss der König sterben; wenn der König nicht erscheint, gibt es ein Desaster.  (Wir sind dem Naga im Bakong begegnet und werden ihn an den Toren von Preah Khan und Angkor Thom wieder treffen.)

Der Große Platz

Beiderseits der Straße die vom König-Palast nach Osten geht, liegt ein offenes Feld, das Form oder der Marktplatz von Angkor-Yasodharpura. Er wurde Anfang des 11. Jahrhunderts eingerichtet. Symmetrisch zur Straße stehen der Nördliche und Südliche Khleang, und die zwölf Prasat Suor Prat. Sie rahmten den Großen Platz auf seiner Ostseite.

Khleang

D frühes Jarhundert
O Westen

Die zwei Gebäude mit unbekannter Funktion stehen symmetrisch zur Straße dem Königs-Palast gegenüber.

Prasat Suor Prat

D frühes 11. Jahrhundert
O Westen, Süden oder Norden.

Die zwölf Laterit-Türme sind Schreine, Heiligtümer, wenn auch wir ihre Funktion nicht näher kennen und die Legenden etwas anderes erzählen.

Kleiner Tempel

D 11. oder 12. Jahrhundert
O Westen
L Unmittelbar nördlich vom Nördlichen Khleang

Dieser „kleine“ Tempel ohne Namen ist Wenigen bekannt.

Terrasse der Elefanten und Terrasse des Lepra-Königs

Pläne und Photos

Um den Großen Platz

1 Ost-Tor des Königs-Palasts

2 „Kleiner Tempel“

3 Preah Palailay

4 Tep Pranam

5 Preah Pithu

 

6 Vihear PrampiL Loveng
   (Buddha-Statue)

7 Preah Ngok

8 Preah Séer

9 Grab von Jean Comaille  

10 Preah En Tep

  • Zentrum von Angkor Thom
    Zentrum von Angkor Thom
  • Ost-Tor des Koenigs-Palasts
    Ost-Tor des Koenigs-Palasts
  • Inschrift im Ost-Tor
    Inschrift im Ost-Tor
  • Phimeanakas von Sued-Osten
    Phimeanakas von Sued-Osten
  • Phimeanakas, Plan
    Phimeanakas, Plan
  • Noerdlicher Khleang
    Noerdlicher Khleang
  • Prasat Suor Prat und Noerdlicher Khleang
    Prasat Suor Prat und Noerdlicher Khleang
  • Kleiner Tempel
    Kleiner Tempel
  • Blick von der Terrasse des Lepra-Koenigs
    Blick von der Terrasse des Lepra-Koenigs

Baphuon

Baphuon, Plan
Baphuon, Plan

D Mitte 11. Jahrhundert
H Udayadityavarman II. (1050–1066)
O OstenK Hinduistisch, Shiva
F Staats-Tempel
L An der Südseite des Königs-Palasts

Der Baphuon war der größte Shiva-Tempel von Angkor. Die Pyramide ist, ohne Turm gemessen, 38,50 m hoch. Der Turm war einst mit Bronze überzogen und höher als der des Bayon, der später nebenan gebaut worden ist.

Das Tempel-Areal, direkt südlich des Königs-Palasts gelegen, ist nur 125 m breit.

Die Pyramide hat fünf Stufen, die zweite und dritte sowie die vierte und fünfte sind jeweils zu einer Stufe zusammengefasst.

Dem Architekten ist es gelungen, durch perspektivische Effekte und zusätzliche Treppen im oberen Bereich, die Pyramide höher erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich war.

Aber der Bau war nicht solid, Monsunregen und Pflanzenwuchs ließen die Pyramide teilweise in sich zusammenstürzen.

Im 15. oder 16. Jahrhundert schlichteten buddhistische Mönche auf der West-Seite der Pyramide eine 60 m lange Relief-Figur des liegenden Buddhas auf, die Steine dafür holten sie sich von der Pyramide und dem Turm.

Die Restaurierung der Ruine geriet zu einem gigantischen Puzzle. Sie begann 1908 bis 1918, wurde ab 1960 fortgesetzt, dann durch die Zeit der Roten Khmer unterbrochen und von 1995 bis 2011 vollendet.

Die Pyramide ist über Holztreppen bequem zu besteigen, am besten früh morgens. Die meisten Besucher sehen nur die kunstvoll gebauten Galerien. Der Sockel des Turms ist gesperrt.

Verborgene Schätze

Die vier Tor-Pavillons der zweiten Stufe sind mit Reliefs geschmückt. Diese Pavillons haben auf der Außenseite Vorhallen. An den Außenwänden in den beiden Winkeln der Vorderseite und beiderseits an der Rückseite sind Felder mit erzählenden Reliefs . Die vorderen sind von Simsen aus zu sehen. Die hinteren stehen eingequetscht beiderseits der Treppenaufgänge. Die Geschichten werden von unten nach oben erzählt.

Fotos

    

   

  • Baphuon von Osten
    Baphuon von Osten
  • Beim inneren Pavillon
    Beim inneren Pavillon
  • Paramide 2011
    Paramide 2011
  • Sued-Ost-Ecke der Pyramide
    Sued-Ost-Ecke der Pyramide
  • Galerie auf der zweiten Stufe
    Galerie auf der zweiten Stufe
  • Sockel des Turms
    Sockel des Turms
  • West-Seite der Pyramide
    West-Seite der Pyramide
  • Pyramide 2003
    Pyramide 2003
  • Pyramide 2009
    Pyramide 2009