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Koh Ker - Wo der Traum von Angkor wahr wird

In Koh Ker, etwa 60 km nordöstlich von Angkor, war für kurze Zeit die dritte Hauptstadt von Angkor, erbuut von König Jayavarman IV. (928–ca. 941).

Es wurde bald wieder verlassen und vergessen und iblieb eine Tempelstadt aus einem Guss.

Heute ist Koh Ker noch so, wie Angkor einmal war, bevor dort der „Archäologische Park“ eingerichtet wurde und dann der Massen-Tourismus ausbrach.

Koh Ker kann man, auch zusammen mit Peung Komnou oder Beng Mealea, in einemTagesausflug besuchen.

Überblick

Im Zentrum ist ein Baray, der Rahal, ca. 1200 m Nord-Süd zu 560 m Ost-West.

An seiner Nordseite steht Prasat Thom, mit dem Haupt-Tempel und der Pyramide.

Eine Reihe von Tempeln steht im Osten und Süden des Rahal, eine andere entlang der Straße nach Süden, nach Angkor.

Soweit nicht anders angegeben, sind die Tempel in der Zeit Jayavarmans IV. erbaut und Shiva geweiht.

Prasat Thom und Pyramide

Karte (EFEO))
Karte (EFEO))

Plan von Permentier
Plan von Permentier

„Großer Tempel“
O Osten
F Staats-Tempel und Ahnen-Tempel

Die Gebäude stehen symmetrisch an einer ca. 600 m langen Achse. Von Osten nach Westen:

  1. Ein Paar von „Palästen“, um zwei Höfe geordnete Hallen aus Laterit.
  2. Ein Komplex von Eingangs-Pavillons.
  3. Prasat Kraham, „Roter Turm“, ein Backstein-Turm, der Ost-Eingang zum Haupt-Tempel. Hier stand eine doppelt lebensgroße Statue des tanzenden Shiva.
  4. Ein Wasser-Graben.
  5. Dämme im Osten und Westen mit Kolonnaden und liegenden Nagas.
  6. Der Haupt-Tempel, ein Komplex von 21 kleinen Backstein-Türmen in 5 Gruppen.
    Im äußeren Ost-Tor waren sieben Statuen, darunter Yama, der Gott des Todes, auf seinem Büffel.
    Am äußeren West-Tor finden sich zwei Devata-Reliefs.
  7. Die Pyramide
    Sie hat fünf Stufen plus die zweistufige Turm-Basis, und ist insgesamt 35 m hoch, mit Treppenaufgang im Osten.
    Sechzehn lebensgroße stehende Löwen hielten die Basis des Lingams.
    Aus einer Inschrift wissen wir, dass dieses 4,5 m hoch war, mit einem Durchmesser von 1,5 m. Wenn der aus Sandstein gewesen wäre, hätte er 24 Tonnen gewogen, er war also wahrscheinlich aus Metall (und hohl). Der Turm selbst war wahrscheinlich aus Holz oder hatte ein hölzernes Dach.
    Die Pyramide lässt sich jetzt über eine Holztreppe auf der Nord-Seite bequem besteigen.
  8. Der Hügel Phnom Damrei-Sa, „Hügel des Weißen Elefanten“, ist ein Ahnen-Schrein.

Bilder

01 Prasat Kraham

02 Sockel der Shiva-Statue

03 Digitale Rekonstruktion des Tanzenden Shivas

04 Garuda im östlichen Eingangsbereich. National Museum Phnom Penh.

05 Köpfe eines Nagas

06 Kolonnaden am Ost-Damm

07 Im äußeren Ost-Tor. Rechts Reste des Büffels, Reittier Yamas.

08 Digitale Rekonstruktion der Statuen im äußeren Ost-Tor

09 Devata am äußeren West-Tor (TGV)

10a Kampf zwischen Valin und Sugriva. National Museum Phnom Penh. Die gleiche Szenen war im Prasat Chen dargestellt.

10 Vor der Pyramide mit Polizei-Eskorte, 2002.

11 Die Pyramide von Nord-Osten

12 Die Pyramide von Osten (TGV)

13 Treppe an der Nord-Seite der Pyramide

14 Auf der Pyramide

15 Löwen

16 Phnom Damrei Sa

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  • Prasat Thom 01
    Prasat Thom 01
  • Prasat Thom 02
    Prasat Thom 02
  • Prasat Thom 03
    Prasat Thom 03
  • Prasat Thom 04
    Prasat Thom 04
  • Prasat Thom 05
    Prasat Thom 05
  • Prasat Thom 06
    Prasat Thom 06
  • Prasat Thom 07
    Prasat Thom 07
  • Prasat Thom 08
    Prasat Thom 08
  • Prasat Thom 10a
    Prasat Thom 10a
  • Prasat Thom 09
    Prasat Thom 09
  • Prasat Thom 10
    Prasat Thom 10
  • Prasat Thom 11
    Prasat Thom 11
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    Prasat Thom 12
  • Prasat Thom 13
    Prasat Thom 13
  • Prasat Thom 14
    Prasat Thom 14
  • Prasat Thom 15
    Prasat Thom 15
  • Prasat Thom 16
    Prasat Thom 16

Linga-Tempel

O Westen

Prasat Thnoeng, Prasat Balang A und B, sowie Prasat Andong Kuk bilden eine Reihe von drei Schreinen und einem Tempel mit zum Teil monolithischen Lingam auf Yonis. Die ersten beiden sind mir rohen Sandstein-Blöcken ummauert. Das Wasser, das über das Lingam gegossen wurde, lief durch eine Öffnung in der Nordseite der Mauer ab.

Bilder

17 Prasat Thnoeng (TGV)

18 Prasat Thnoeng (TGV)

19 Prasat Balang A (TGV)

20 Prasat Balang B (TGV)

21 Prasat Andong Kuk (TGV)

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Prasat Chen

Plan (EFEO)
Plan (EFEO)

„Chinesischer Tempel“
O Osten
K Vishnu

Drei Türme aus Laterit und zwei Feuer-Schreine sind umgeben von einer inneren Umfassungsmauer mit Tor-Pavillons im Osten und Westen.

Im zentralen Turm stand eine etwa 3 m hohe Vishnu-Statue, sie liegt jetzt davor in Trümmern auf dem Boden.

Statuen im inneren Ost-Tor stellten den Kampf von Sugriva und Valin aus dem Ramayana dar. (Die Affen wurden für Chinesen gehalten; doeser Irrtum gab dem Tempel seinem Namen.) Statuen im inneren Ost-Tor zeigten den Kampf zwischen Bhima und Duryodhana aus dem Mahabharata. Alle Statuen sind jetzt im National Museum Phnom Penh.

Bilder

31 Die Türme von Osten

32 Fragmente einer überlebensgroßen Vishnu-Statue. Sie liegt vor dem zentralen Turm. (TGV)

33 Fragment der linken Elenbogen.

34 Zum Vergleich: Stehender Vishnu in Angkor Wat.

35 Ost-Tor (TGV)

36 Inneres des Ost-Tors

37 Kampf zwischen Valin und Sugriva. (National Museum Phnom Penh)

38 Kampf zwischen Valin und Sugriva, Relief in Banteay Srei.

39 Eine Aufseherin posiert auf den abgebrochenen Füßen von Duryodhana, 2006.

40 Digitale Rekonstruktion der Statuen aus dem West-Tor (EFEO)

41 Kampf zwischen Bhima und Duryodhana, Relief aus Banteay Srei (National Museum Phnom Penh)

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Weitere Tempel

Prasat Krachap

„Tempel am Wasserkastanienbaum“
O Westen

K Vishnu

Die komplexe Anlage ist weitgehend zerstört. Aber die der westliche Tor-Pavillon mit seinen geschwungenen Giebeln ist reizvoll. Die achtunddreißig Pfeiler der Kolonnaden sind mit Inschriften bedeckt; sie nennen etwa eintausend Leute, die im Dienst des Tempels standen. Der Giebel auf der Südseite zeigt Yama, den Gott des Todes, auf seinem Wasserbüffel.

Bilder

51, 52 Prasat Krachap, Westlicher Tor-Pavillon

53 Yama auf seinem Wasserbüffel.

Prasat Damrei

„Tempel der Elefanten“
O Osten

Der Backstein-Turm steht noch bis zur dritten Stufe. Er war ursprünglich mit Stuck verkleidet. Auf den hohen Sockel führen vier Treppen hinauf, bewacht von Löwen. Elefanten bewachen die Ecken.

Bilder

54 Prasat Damrei von Südosten

55 Prasat Damrei, Elefant

56 Prasat Damrei, Löwe mit zersägtem Kopf. Dieser wurde von Minenräumern geborgen.

Prasat Neang Khmau

„Tempel der schwarzen Dame“
O Westen

Bemerkenswert ist das Mauerwerk aus nach Maß geschnittenen Laterit-Blöcken, die über Eck und im Verbund vermauert sind. Das ist ziemlich einmalig in Angkor.

Der Turm war mit Stuck verkleidet. Die schwarze Farbe rührt her von der Oxidation des Laterits. Innen ist ein monolithisches Lingam mit Yoni. Das Lintel zeigt Brahma (verwittert).

Bilder

57   Neang Khmau, Turm von Westen

58   Neang Khmau, Detail der Westseite

58a Neang Khmau, Mauerwerk

59   Neang Khmau, Yoni mit abgebrochenem Lingam

60   Neang Khmau, Lintel

Prasat Pram

„Fünf Türme“
O Osten

Prasat Pram heißt „Fünf Türme“, aber es sind drei Türme und ein Feuer-Schrein aus Backstein sowie ein Schrein unbekannter Funktion aus Laterit. Alles ist wohl erhalten. Der Feuer-Schrein und der nördliche Turm sind malerisch mit Wurzeln überwachsen.

Bilder

61 Prasat Pram von Osten

62 Prasat Pram, Türme

63 Prasat Pram, nördlicher Turm

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Besuch

Krolan
Krolan

Koh Ker ist jetzt über gute Straßen zu erreichen, über Svay Leu und Srayang. 114 km, gut 2 Stunden Fahrt.

Unterwegs können Sie Krolan kaufen, heißen gedämpften Klebereis in Bambushüllen.

Die Eintrittskarte kostet 10 USD.

Empfehlung: Besuchen Sie die nach Osten orientierten Tempel vormittags, dann Prasat Thom.

Dort sind Restaurants und Toiletten.

Die nach Westen orientierten Tempel besuchen Sie nachmittags.

Auf dem Rückweg können Sie Peung Komnou besuchen.

Die fünf Hauptstädte von Angkor

Eine „Hauptstadt“ ist ein Zentrum königlicher Macht,  bestehend aus einer Gruppe von Bauten.

  1. Hariharalaya, nahe dem heutigen Dorf Roluos im Südosten von Angkor, mit Bakong, Preak Ko und Lolei, ca. 800 bis nach 893.
  2. Yasodharapura, mit Phnom Bakheng, dem Östlichen Baray und Baksei Chamkrong, ca. 894 bis ca. 915.
  3. Lingapura in Koh Ker, ca. 928 bis 944.
  4. Als Yasodharapura II, mit Pre Rup, Ta Keo, Baphuon und Angkor Wat, 944 bis Mitte des 12. Jahrhunderts.
  5. Angkor Thom, ein königliches Viertel in Yasodharapura, spätes 12. bis 16. Jahrhundert, wird als letzte Hauptstadt angesehen.

Bildnachweise und Literatur

Fotografie: Reinhart Zieger.

Toni und Gina Vogt (TGV) haben mich bei unserem gemeinsamen Besuch im Oktober 2017 tatkräftig unterstützt und ihre Bilder zur Verfügung gestellt, wofür ich an dieser Stelle noch einmal herzlich danke.

Pläne und Rekonstruktionen von EFEO.

Literatur

Henri Stierlin, Angkor (Architektur der Welt), Fribourg 1970, S. 137-139.

Vittorio Roveda, Images of the Gods, Bangkok 2005, S. 340-343.

Claude Jacques, Philippe Lafond [Fotos], The Khmer Empire, Bangkok 2007. S. 107–133.

Bruno Brugier, Juliette Lacroix, Preah Khan, Koh Ker et Preah Vihear. Les provinces septembrionalaes, [Phnom Penh] 2013, S. 202–353.