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Banteay Chhmar, Koh Ker, Preah Vihear und Sambor Prei Kuk sind noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden und werden kaum besucht.

Die Straßen dorthin wurden erst gebaut, nachdem die Reiseveranstalter ihre Programme festgeklopft hatten und die Reiseführer geschrieben waren.

Ich kenne diese Plätze und kann Sie aus erster Hand informieren.

Avalokiteshvara, der Bodhidattva des universellen Mitgefühls
Avalokiteshvara, der Bodhidattva des universellen Mitgefühls

Banteay Chhmar

Angkorianische Pracht in Trümmern 

Südostliche Ecke des Wassergrabens
Südostliche Ecke des Wassergrabens
Feuerschrein
Feuerschrein
Restauration der Galerie
Restauration der Galerie
Im zentralen Tempel
Im zentralen Tempel
Ta Prohm
Ta Prohm

 

Banteay Chhmar ist ein riesiger Komplex von Trümmern, hundert Kilometer nord-westlich von Angkor gelegen, heute nahe an der Grenze zu Thailand.

Hier entstand in der Bayon-Epoche, in der Zeit Jayavarmans VII. (1181 - ca. 1220), eine buddhistische Kloster-Stadt, nahe der Königlichen Straße von Angkor nach Phimai (heute in Thailand).

Schon Aymonier, der die Anlage um 1900 besuchte, war schockiert über den „unbeschreiblichen Verfall“. Die Khmer verwendeten keinen Mörtel. In Angkor Wat hatten sie das durch äußerst sorgfältige Bearbeitung der Sandsteinblöcke wett gemacht; hier in Banteay Chhmar hat man nicht sorgfältig genug gebaut. Zerstörungen und Plünderungen bis in die jüngste Vergangenheit haben ein Übriges getan.

Digitale Rekonstruktion durch Olivier Cunin. (Link 1, Link 2)

Die Gesamtanlage ist am besten auf der Karte von Global Heritage Fund (GHF) zu überblicken.

Im Einzelnen

  • Der zentrale Tempel, mit mehreren Gesichter-Türmen. Hier brauchen Sie einen ortskundigen Führer.
  • Die große Galerie (III) mit Reliefs.
  • Der Feuerschrein.
  • Der große Wassergraben mit Riesenbalustraden noch gut sichtbar im Osten und Süden.
  • Prasat Mebon, mit Gesichter-Turm, im Baray.
  • Prasat Ta Prohm, ebenfalls mit Gesichter-Turm.

Reliefs der großen Galerie

Ähnlich wie in der äußeren Galerie des Bayon stellen die Reliefs an der Südflanke der Ostseite historische Szenen dar.

An der Südflanke der Ostseite ist der Bodhisattva Avalokiteshvara als erhabener Gott dargestellt; an der Ostflanke sehen wir eine mythologische Szene.

Banteay Chhmar wird jetzt von Global Heritage Fund restauriert, das ist ein Jahrhundertwerk!

Hinweisschild zur Tempelanlage
Hinweisschild zur Tempelanlage
Banteay Toap
Banteay Toap

Tourismus

Banteay Chhmar wurde bisher vom Weltkulturerbe-Status verschont.

Der Banteay Chhmar Community-Based Tourism (CBT) ist eine sympathische Alternative zur Tourismus-Industrie. Webseite.

In Banteay Chhmar spricht man nur englisch.

Quellen

  • Aymonier 1999, p. 132-145.
  • Briggs, p. 225-227.
  • Roveda 2005, p. 434-444.
    Vittorio Roveda has thoroughly studied and described the reliefs of Banteay Chhmar. (Citations from there.)
  • Jacques/Lafond, p. 239, 246-255.
  • CAC, Groupe de Banteay Chhmar, 2007
  • Jacques/Lafond, p. 235-240, 246-256.

Fotoalbum

Koh Ker

König Jayavarman IV. (921–941) baute eine neue Hauptstadt, „Lingapura“, in Koh Ker (Chok Gargyar), etwa 80 km nord-östlich von Angkor. Wenn auch stark zerfallen, ist diese, ähnlich wie Hariharalaya,  noch unverändert, so wie sie vor 12 Jahrhunderten war.



Koh Ker (EFEO)
Koh Ker (EFEO)

Prasat Thom (Parmentier)
Prasat Thom (Parmentier)

Prasat Krachap (EFEO)
Prasat Krachap (EFEO)

Prasat Chen (EFEO)
Prasat Chen (EFEO)

Überblick

Koh Ker ist eine Hauptstadt aus einem Guss; die Tempel stammen durchwegs aus einer Epoche, von 921 bis 941, und bilden ein Ensemble.

Im Zentrum ist ein Baray, der Rahal, ca. 1200 m Nord-Süd zu 550 m Ost-West.

An seiner Nordseite steht Prasat Thom, mit dem Haupt-Tempel und Pyramide.

Eine Reihe von Tempeln steht im Osten und Süden des Rahal, eine andere entlang der Straße nach Süden, nach Angkor.

Soweit nicht anders angegeben, sind die Tempel in der Zeit Jayavarmans II. erbaut und Shiva geweiht.

Anmerkung: In den Plänen sind die Schreine, in denen Statuen gefunden worden sind, mit einem blauen S markiert.

A Prasat Thom

O Osten
F Staats-Tempel und Ahnen-Tempel

Die Gebäude stehen symmetrisch an einer ca. 600 m langen Achse. Von Osten nach Westen:

  • Ein Paar von „Palästen“, um zwei Höfe geordnete Hallen aus Laterit.
  • Ein Komplex von Eingangs-Pavillons.
  • Prasat Kraham, „Roter Turm“, ein Backstein-Turm, der Ost-Eingang zum Haupt-Tempel.
  • Ein Wasser-Graben.
  • Dämme im Osten und Westen mit Kolonnaden und liegenden Nagas.
  • Ost-Tor.
  • Der Haupt-Tempel, ein Komplex von 21 kleinen Backstein-Türmen in 5 Gruppen.
  • West-Tor.
  • Die Pyramide
    Sechs Stufen plus ein Turmstumpf, insgesamt 35 m hoch. Auf der Ost-Seite geht eine Treppe hinauf.
    Die Pyramide lässt sich jetzt über eine Holztreppe auf der Nord-Seite besteigen.
    Lebensgroße stehende Löwen schmücken die Basis des Turms.
    Aus einer Inschrift wissen wir, dass das Lingam 4,5 m hoch war, mit einem Durchmesser von 1,5 m. Wenn der aus Sandstein gewesen wäre, hätte er 24 Tonnen gewogen, er war also wahrscheinlich aus Metall (und hohl). Der Turm selbst war wahrscheinlich aus Holz.
  • Der Hügel Phnom Damrei-Sa, „Hügel des Weißen Elefanten“, ist ein Ahnen-Schrein.

Tempel auf der Ost- und Süd-Seite des Rahal

B Linga-Tempel

O Westen

In beiden Tempeln sind Linga und Yoni aus dem anstehenden Felsen gemeißelt.

C Prasat Krachap

O Westen

Die komplexe Anlage ist weitgehend zerstört. Aber die der westliche Tor-Pavillon mit zahlreichen Inschriften ist reizvoll.

D Prasat Damrei

O Osten

Der Backstein-Turm steht noch bis zur dritten Stufe. Auf den hohen Sockel führen vier Treppen hinauf, bewacht von Löwen. Elefantenstehen bewachen die Ecken.

E Prasat Kraham II

O Osten

Er ist ähnlich wie Prasat Damrei, aber in schlechtem Zustand.

Tempel entlang der Straße

F Prasat Chen

O Osten

Drei Türme aus Laterit und zwei Feuer-Schreine sind umgeben von einer inneren Umfassungsmauer mit Tor-Pavillons im Osten und Westen.

Im zentralen Turm stand eine Vishnu-Statue. Weitere Statuen standen im östlichen und westlichen Torbau.

Am Süd-Turm ist ein Lintel erhalten: Krishna unterwirft den Naga Kalya.

G Prasat Neang Khmau

O Westen

Ein Turm aus Laterit ist sorgfältig gemauert und wohl erhalten.

Innen ist ein monolithisches Linga mit Yoni.

H Prasat Pram

O Osten

Prasat Pram heißt „Fünf Türme“, aber es sind drei Türme und zwei Feuer-Schreine. Alles ist wohl erhalten. Der südliche Feuer-Schrein und der nördliche Turm sind malerisch mit Wurzeln überwachsen.

Besuch

Koh Ker ist jetzt über gute Straßen zu erreichen, über Svay Leu und Srayang.

Die Eintrittskarte kostet 10 USD.

Empfehlung: Besuchen Sie die nach Osten orientierten Tempel vormittags, dann Prasat Thom. Dort sind Restaurants und Toiletten. Die nach Westen orientierten Tempel besuchen Sie nachmittags.

Auf dem Rückweg können Sie Peung Komnou besuchen.

Fotos

  • Vor der Pyramide 2002. Wir hatten in Kulen, östlich von Koh Ker, übernachtet und fuhren unter Polizei-Schutz auf der einzigen Straße, die es damals gab, nach Kok Ker.
  • Löwe bei Prasat Damrei: Der Kopf war von Räubern zersägt worden für den bequemen Abtransport (2004). 

    

  • Pyramide 2002
    Pyramide 2002
  • Prasat Thom: Pyramide
    Prasat Thom: Pyramide
  • Prasat Thom: Pyramide (DT)
    Prasat Thom: Pyramide (DT)
  • Prasat Thom: Prasat Kraham
    Prasat Thom: Prasat Kraham
  • Prasat Thom: Kolonnaden
    Prasat Thom: Kolonnaden
  • Prasat Thom
    Prasat Thom
  • Prasat Thom
    Prasat Thom
  • Linga-Tempel
    Linga-Tempel
  • Linga-Tempel
    Linga-Tempel
  • Linga-Tempel
    Linga-Tempel
  • Prasat Krachap
    Prasat Krachap
  • Prasat Krachap
    Prasat Krachap
  • Prasat Damrei
    Prasat Damrei
  • Prasat Damrei
    Prasat Damrei
  • Prasat Damrei
    Prasat Damrei
  • Prasat Damrei
    Prasat Damrei
  • Prasat Kraham II
    Prasat Kraham II
  • Prasat Chen
    Prasat Chen
  • Prasat Pram
    Prasat Pram
  • Prasat Pram
    Prasat Pram
  • Prasat Pram
    Prasat Pram
  • Prasat Pram
    Prasat Pram
  • Prasat Leak Neang
    Prasat Leak Neang
  • Prasat Leak Neang
    Prasat Leak Neang

Koh Ker: Statuen und Reliefs

Statuen wurden gefunden in

  • Prasat Thom: Prasat Kraham, östlicher und westlicher Tor-Pavillon
  • Prasat Chen: östlicher und westlicher Tor-Pavillon

Die Statuen sind heute im National Museum Phnom Penh und in der Angkor Conservation Siem Reap.

Updates:

   

  • Prasat Kraham: Lintel
    Prasat Kraham: Lintel
  • Prasat Kraham: Fragmente einer Shiva-Statue, 2007
    Prasat Kraham: Fragmente einer Shiva-Statue, 2007
  • Prasat Kraham: Rekonstruktion der Shiva-Statue
    Prasat Kraham: Rekonstruktion der Shiva-Statue
  • Prasat Kraham: Devata
    Prasat Kraham: Devata
  • Prasat Kracap: Yama auf Bueffel
    Prasat Kracap: Yama auf Bueffel
  • Banteay Pir Choan: Lintel
    Banteay Pir Choan: Lintel
  • Prasat Chen: Krishna unterwirft den Naga
    Prasat Chen: Krishna unterwirft den Naga
  • Prasat Chen, West-Tor, 2006
    Prasat Chen, West-Tor, 2006
  • Prasat Chen: Rekonstruktion der Figuren im West-Tor (EFEO und Olivier Cunin)
    Prasat Chen: Rekonstruktion der Figuren im West-Tor (EFEO und Olivier Cunin)
  • Prasat Chen: Fragmente der Vishnu-Statue aus dem zentralen Turm, 2009
    Prasat Chen: Fragmente der Vishnu-Statue aus dem zentralen Turm, 2009
  • Prasat Damrei: Lintel
    Prasat Damrei: Lintel
  • Prasat Neang Khmau: Lintel
    Prasat Neang Khmau: Lintel

Prasat Preah Vihear

Wo Shiva im Himmel tanzt

Preah Vihear (Parmentier)
Preah Vihear (Parmentier)

Preah Vihear auf einem Geldschein
Preah Vihear auf einem Geldschein

Kern des Tempels (Parmentier)
Kern des Tempels (Parmentier)

Ursprünglicher Name: Sri Sikharesvara, „Tempel des Herren der Gipfel”
D Spätes 9. bis Mitte 11. Jahrhundert
H Yasovarman I. (889–c.. 915), Jayavarman V. (968–ca. 1000), Suryavarman I. (1002-1049), Udayadityavarman II (1050–1066)
O Norden
K Hinduistisch, Shiv
a

Die Kette der Dangrek-Berge ist das Rückgrat des alten Khmer-Reiches; im Mun-Becken im Norden siedeln Khmer und dort finden sich prä-angkorianische und angkorianische Monumente. Preah Vihear steht auf einem Kliff. das aus dieser Kette herausragt.

1904 markierten Thailand, damals Siam, und Frankreich, damals Schutzmacht Kambodschas, die Grenze entlang der Dangrek-Berge. Preah Vihear wurde Kambodscha zugesprochen, geriet aber in eine Rand-Lage.

Struktur

„Der Architekt baut abwärts, der Pilger steigt aufwärts.“ (Sahai.)

Die Struktur des Tempels ist linear. Es gibt also kein „Zentrum“.

Das Hauptheiligtum steht auf der Höhe des Kliffs; von Norden führt über 800 m ein ausgebauter Pilger-Pfad hinauf. 

Der Weg ist in fünf Stufen gegliedert, markiert (von oben nach unten) durch Gopura I bis V.

Wer hinaufsteigt, sieht jeweils nur bis zum nächsten Gopura, und dort die Reliefs auf den Nord-Seiten.

Die Reliefs auf den Süd-Seiten sind Shiva zugewandt und preisen ihn.

Zugänge

Gopura V ist von drei Seiten zugänglich.

  • Von Norden beginnt am Srah Trio eine von Löwen bewachte Treppe.
    Sie mündet in eine schmale Terrasse, die von liegenden Nagas gesäumt ist.
  • Im Osten führt eine Treppe hinauf, die jetzt teilweise durch hölzerne Stufen gangbar gemacht ist.
    Sie mündet ebenfalls in eine von liegenden Nagas gesäumte Terrasse.
  • Von Westen führt die aktuelle Straße steil hinauf. (Es gibt keine Spuren von einem historischen Zugang.)

Bild 01 Naga-Plattform

Gopura V

Ein kreuzförmiger Pavillon auf einer hohen Terrasse, mit Toren in allen Himmelsrichtungen.

Bild 02

Gopura IV

Ein von Bildsteinen gesäumter Pfad führt an einem Wasserbecken vorbei zu einer Treppe.

Das Tor ist breit angelegt und wirkt wie ein Theatervorhang, der zunächst den Blick zu den höher gelegenen Heiligtümern versperrt.

Bild 03

Reliefs

  • An der Ost-Seite: Krishna überwältigt einen Naga
  • An der Nord-Seite: Quirlen des Milchmeers. Lintel: Ruhender Vishnu.

Bild 04

Ein paar Schritte weiter aufwärts ist das Wasserbecken mit dem Löwenkopf.

Gopura III

Der Pilger-Pfad, von Bildsteinen und Erdwällen gesäumt, und eine Treppe führen zu einer breiten Terrasse. Dahinter steht wieder ein kreuzförmiger Pavillon, der von „Palästen“ flankiert wird.

Reliefs

  • An der Nord-Seite: Krishna tötet den Bullen Arishta, Krishna hebt den Berg Govardhana hoch, Krishna tötet das Pferd Kesin, Shiva und Arjuna kämpfen gegeneinander über einem Kala, Krisna tötet einen Elefanten und einen Löwen.
  • An der Südseite: Shiva und Uma auf Nandi unter einem Baum, Yama auf seinem Büffel. Lintel: Ramas Rückkehr nach Ayodhya.
  • Auf der Terrasse vor dem Tor steht ein kleiner, unfertiger Turm, etwa 1 m tiefer als die Terrasse, die später um ihn herum gebaut wurde.
  • Offensichtlich ist er der Grund dafür, dass die Achse des Tempels nach Osten verschoben wurde.
  • Laut einer Inschrift hat König Yasovarman I. um 893 einen Shiva-Tempel in Preah Vihear gebaut.
    Die Türme von Phnom Krom, aus der gleichen Zeit und in einer vergleichbaren Lage, öffnen sich ebenfalls nach Osten und Westen.

Der Turmstumpf ist ein Überrest des Tempels aus dem 9. Jahrhundert. Mit dieser Hypothese sind drei offene Fragen beantwortet.

Bild 05

Bild 06 Preah Vihear von Nord-Westen. Mit freundlicher Genehmigung von Dave Taylor.

Gopura II und I

Ein kurzer Pilger-Pfad, gesäumt von Bildsteinen und liegenden Nagas führt zum äußeren Eingang des Hauptheiligtums. Ein kreuzförmiger Pavillon und flankierende Kolonnaden schließen einen Hof ein, dessen Südseite von dem Mandapa-artigen Vorbau des Gopura I und nach Osten und Westen geöffneten Feuer-Schreinen beherrscht wird.

Bild 08 Feuer-Schrein

Das Hauptheiligtum

Ein Turm mit Mandapa,  umrahmt von Galerien.

Der Turm wurde wahrscheinlich zweimal zerstört. Dort stand ein Lingam mit Yoni.

Im Mandapa ist ein Sockel, auf dem ein Nandi stand.

Im Scheitel der Front des Mandapa tanzt Shiva.

Bild 09 Mandapa mit tanzendem Siva 

Hier endet die Pilgerreise.

Den Rahmen bilden das Gopura I mit dem Vorbau im Norden, ein Gopura mit Blind-Tor im Süden und Galerien im Osten und Westen.

Bild 10

Auf dem Scheitel des Berges stehend, ist das Heiligtum von der Welt isoliert. Es ist ein hermetischer Ort der Meditation, Shiva dem Herren der Berge geweiht.

Das Vorgebirge

Um dorthin zu kommen, gehen Sie durch eine Türe in der westlichen Galerie.

Der Ausblick ist atemberaubend: Vorne die Ebenen des nördlichen Kambodscha; bei klarer Luft ist der Phnom Kulen zu erkennen, 100 km süd-westlich, und der Phnom Tbaeng, 90 km süd-östlich. Thailand liegt nördlich, im Rücken des Berges.

Bild 11

Peuy Ta Di

In einer Nische unter dem Überhang lebte nach örtlicher Überlieferung ein Eremit. Der Ort ist auch mit der Legende von einem kambodschanischen Helden verknüpft.

Besuch

Preah Vihear ist von Siem Reap aus auf der Straße über Svay Leu und Kulen zu erreichen. (Über Anlong Thom ist es weiter.)

Am Fuß des Berges ist eine Station, wo Sie Ihren Pass oder eine Kopie hinterlegen müssen. Das Ticket kostet 10 USD. Hinauf und herunter geht es im Pickup mit Vierrad-Antrieb, 25 USD für bis zu 8 Personen. Sie landen ca. 200 m westlich vom Gopura V. Nehmen Sie alles mit, was Sie unterwegs brauchen.

Quellen

Dieses Kapitel ist inspiriert und im Wesentlichen ein Abriss von Sachchidanand Sahai, Preah Vihear: An Introduction to the World Heritage Monument, Phnom Penh 2009. Alle Zitate sind aus diesem Buch.

  • Parmentier 1939
  • Jacques/Lafond, S. 1149–163
  • Khun Samen
  • Sahai 2009
  • Brugier/Lacroix 2013, S. 526-573

   

  • Preah Vihear 01
    Preah Vihear 01
  • Preah Vihear 02
    Preah Vihear 02
  • Preah Vihear  03
    Preah Vihear 03
  • Preah Vihear  04
    Preah Vihear 04
  • Preah Vihear  05
    Preah Vihear 05
  • Preah Vihear  06 (DT)
    Preah Vihear 06 (DT)
  • Preah Vihear 07 Schwanzspitze eines Nagas
    Preah Vihear 07 Schwanzspitze eines Nagas
  • Preah Vihear  08
    Preah Vihear 08
  • Preah Vihear  09
    Preah Vihear 09
  • Preah Vihear  10
    Preah Vihear 10
  • Preah Vihear  11 (DT)
    Preah Vihear 11 (DT)

Shiva in Preah Vihear

Shivas Tanz

Der bedeutendste Ort, den der Pilger sehen kann, ist über dem Eingang zum Mandapa. Hier tanzt Shiva auf dem Kopf eines Elefanten, der tot über einem Kala zusammengebrochen ist.

Das ist Shiva in seinem mächtigsten Aspekt als Zerstörer der Welt. Shiva tanzt auf dem toten Dämon, „um die bösen Mächte zu zerstören, die das Reich von Angkor bedrohen.“ (Sahai.)

Am Gopura IV erschafft Vishnu unter den Augen Shivas die Welt neu (Ruhender Vishnu, Quirlen des Milchmeers).

   

Als Shiva in der Abendröte auf dem toten Elefanten-Dämonen tanzt, tanzt die ganze Welt mit ihm.

Seit tausend Jahren geht die Sonne mit diesem uranfänglichen Leuchten unter, in dem in mythischer Vorzeit Shiva das erste Mal tanzte. 

Seine Anhänger tanzen Abend für Abend mit ihm im Schein der sinkenden Sonne. (Sahai.)

Bild 12 Shiva tanzt auf dem toten Elefanten (PW)

Shivas Gefolge

Kala

In der Mitte der Giebel-Felder erscheint Kala, eine Fratze ohne Unterkiefer, eine Emanation Shivas als die absolute Zeit, die am Ende alles verschlingt.

Bild 13 Kala-Reliefs

Eremiten

Sie sitzen mit zusammengelegten Händen und gekreuzten Beinen an den Sockeln der achteckigen Colonettes.

Ein Treueid

Im Jahr 1011 ließ König Suryavarman I. (1002–1049) eine große Zahl von Tamravac, Vasallen oder Thron-Beamten, einen Eid auf ShivaSikharesvara leisten, das ist Shiva von Preah Vihear. Der Text des Eides ist an der Wand des Ost-Tors im Königs-Palast von Angkor Thom zu lesen. (Ich versuche hier eine komplizierte Geschichte einfach  zu erzählen.)

   

  • Preah Vihear  12 (PW)
    Preah Vihear 12 (PW)
  • Preah Vihear  13
    Preah Vihear 13

Sambor Prei Kuk 

Angkors charmante Grußmutter

At the South Group
At the South Group
South Group: Central tower (DT)
South Group: Central tower (DT)
North Group: Central tower
North Group: Central tower
Yoni in the central tower
Yoni in the central tower
Flying Palace
Flying Palace
A Goddess in her Flying Palace
A Goddess in her Flying Palace
Prasat Tamon
Prasat Tamon

Die vor-angkorianischen Monumente von Sambor Prei Kuk („Die Stadt Shivas im Wald der Türme oder der Kuk-Bäume“) liegen 25 km nord-östlich von Kampong Thom, nahe dem West-Ufer des Flusses Saen. Forscher haben Erdwälle entdeckt, die eine etwa 2 km mal 2 km große Stadt einrahmten. Hier was die Hauptstadt eines ausgedehnten regionalen Königtums. Etwa 50 Tempel wurden hier gebaut. Karte.

Im Osten der Stadt wurden drei große Tempelanlagen errichtet:

  • Die Süd-Gruppe, gebaut unter König Ishanavarman I. (616-628)
  • Die Nord-Gruppe, gebaut unter König Ishanavarman I. und König Rajendravarman (944-968).
  • Die Zentrale Gruppe, gebaut unter König Jayavarman II. (~800 bis ~850).

Weitere Tempel stehen scheinbar unregelmäßig verstreut.

Ca. 3 km nördlich stehen die wahrscheinlich noch älteren Tempel von Robang Romeas und Srei Krup Leak.

All drei Komplexe haben eine ähnliche Struktur:

  • Der zentrale Turm steht erhöht auf einer Plattform und ist von kleineren Türmen umgeben.
  • In den Türmen standen Lingam in Yoni, oder da standen Statuen von Göttinnen oder Göttern.
  • Jeder Turm hat einen Eingang, meistens von Osten. In den anderen Himmelsrichtungen hat er Scheintüren.
  • Jede Gruppe ist von zwei rechteckigen konzentrischen Umfassungsmauern eingerahmt.
  • Der Komplex ist zu seiner Ost-West-Achse symmetrisch angelegt.
  • Gerade Avenuen führen von diesen Tempeln zum Fluss im Osten.

Besonderheiten in Sambor Prei Kuk sind

  • Achteckige Türme,
  • Der „Mandapa“-Turm S2,
  • Zellen aus monolithischen Platten im Inneren von Türmen,
  •  „Fliegende Paläste“, bewohnt von Göttern oder Göttinnen.

Fotoalbum:

Sambor Prei Kuk können Sie von Siem Reap in einem Tagesausflug mit dem Taxi oder Van besuchen.

Quellen: Stierlin, S. ...; Jaques/Lafond, S. 81-97; Brugier/Lacroix 2010, S. 151-222.