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Angkor Wat

Foto-Galerie Angkor Wat

  1. Angkor Wat von Süd-Osten (DT)
  2. Angkor Wat vom Ballon im Westen
  3. Blick vom Phnom Bakheng auf die Pyramide von Angkor Wat
  4. Westlicher Torbau
  5. Tanzende Apsara
  6. Ta Reach
  7. Devatas am Westlichen Torbau
  8. Avenue
  9. Untere Kreuz-Galerie
  10. Halle bei der unteren Kreuz-Galerie
  11. Ruhender Vishnu
  12. Devatas in der unteren Kreuz-Galerie
  13. Blick auf die oberste Stufe der Pyramide von Nord-Westen
  14. Die Pyramide von Osten mit fünf Türmen nebeneinander
  15. Blick von Osten auf die Pyramide am Nachmittag
  16. Ost-Tor
  17. Devatas auf der zweiten Stufe der Pyramide
  18. Rohes Mauerwerk am zentralen Turm

  • Angkor Wat 1
    Angkor Wat 1
  • Angkor Wat 2
    Angkor Wat 2
  • Angkor Wat 3
    Angkor Wat 3
  • Angkor Wat 4
    Angkor Wat 4
  • Angkor Wat 5
    Angkor Wat 5
  • Angkor Wat 6
    Angkor Wat 6
  • Angkor Wat 7
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  • Angkor Wat 8
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  • Angkor Wat 9
    Angkor Wat 9
  • Angkor Wat 10
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  • Angkor Wat 11
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  • Angkor Wat 12
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  • Angkor Wat 13
    Angkor Wat 13
  • Angkor Wat 14
    Angkor Wat 14
  • Angkor Wat 15
    Angkor Wat 15
  • Angkor Wat 16
    Angkor Wat 16
  • Angkor Wat 17
    Angkor Wat 17
  • Angkor Wat 18
    Angkor Wat 18

Galerie der großen Flach-Reliefs

Die Galerie der Flachreliefs nimmt die Außenseite der ersten Stufe der Pyramide ein. Das sind acht lange Flügel mit zusammen über 600 m Reliefs, dazu die Eck-Pavillons im Süd- und Nord-Westen.

Alle Reliefs zeigen, mit einer Ausnahme, hinduistische Mythen. Ich beschränke mich hier auf einige Höhepunkte.

Die Armee Suryavarmans II.

In der Parade sehen wir 19 Kommandeure auf Elefanten. Die Schirme sind vom König verliehene Ehrenzeichen. Zum ersten Mal wird hier in einem Tempel eine historische, und eben keine mythologische, Szene dargestellt.

Das Quirlen des Milchmeers

Am Anfang der Welt wollen die Götter und die Dämonen Unsterblichkeit erlangen. Dazu müssen sie Amrita, das Elixier der Unsterblichkeit, aus dem Milchmeer quirlen. Vishnu organisiert das: der Berg Mandara, eine Insel im Ur-Meer, wird der Quirl, und der Naga-König Vasuki der Quirl-Strick. Die Götter ziehen auf einer Seite, die Dämonen auf der anderen.  Nach tausend Jahren tritt das Amrita hervor.

Vishnu gibt das Elixier nur den Göttern; die Dämonen gehen leer aus und ihr ewiger Kampf gegen Vishnu beginnt.

Im Relief sind 183 Figuren abgebildet, das entspricht den Tagen eines Halbjahrs. Sie sind in sechs Gruppen gegliedert, das entspricht sechs Monaten.

Der Quirl-Strick geht hin und her zwischen Süden, der Seite der Dämonen, und Norden, der Seite der Götter. Die Bewegung bildet die Wanderung der Sonne nach, die hier in den Tropen in jeweils einem halben Jahr zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis pendelt, und damit den Wechsel der Jahreszeiten und das Leben auf der Erde gewährleistet.

Die Schlacht von Lanka

In dieser Schlacht besiegt Rama mit der Affen-Armee Ravana in einem monströsen Handgemenge. Im Bild kommt Hanuman, der weiße Affen-General, nur mit seinen Fäusten bewaffnet, durch die Luft geflogen und versetzt dem waffenstarrenden Ravana einen Fausthieb; dieser greift nach der schmerzenden Stelle.

In den Eck-Pavillons

Ich habe aus der überwältigenden Fülle hier einige Ausschnitte herausgegriffen.

Fotos

20 König Suryavarman II.

21 Die Vorhut der Armee Suryavarmans

22 Das Quirlen des Milchmeers: Vishnu dirigiert

23 Das Quirlen des Milchmeers: Ein tapferer Dämonen-König bei den Köpfen des Nagas

24 Schlacht von Lanka: Der Affen-General Hanuman greift den Dämonen-König Ravana an.

25 Schlacht von Kurukshetra: Trauer um den sterbenden König

26 Ravana rüttelt am Berg Kailasha.

27 Aufgeregte Frauen

28 Tanzende Hirtinnen

   

  

  • Angkor Wat 20
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  • Angkor Wat 21
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  • Angkor Wat 22
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  • Angkor Wat 23
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  • Angkor Wat 24
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  • Angkor Wat 25
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  • Angkor Wat 26
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  • Angkor Wat 27
    Angkor Wat 27
  • Angkor Wat 28
    Angkor Wat 28

Ein Vishnu-Tempel zur höheren Ehre Shivas

Vishnu vor Shiva
Vishnu vor Shiva

Im Shivaismus ist Vishnu eine „Person“ in der Wesenheit Shivas, neben Shiva selbst und Brahma. (Es gibt auch den Vishnuismus, der Vishnu als höchstes Wesen verehrt. Meines Wissens manifestiert sich diese Sekte nicht in Angkor.)

Nachbarschaft zum Phnom Bakheng

Angkor Wat ist der einzige Staats-Tempel in Angkor, der nicht für sich steht, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft zum Phnom Bakheng, mit dem er eine Gruppe bildet.

Suryavarman auf dem Berg Shivapada

Neben dem Bild des Königs ist eine kleine Inschrift: „Paramavishnuloka lässt seine Armee vom Berg Shivapada hinuntermarschieren.“

Der König thront auf dem Berg Shivapada, „Fußabdruck Shivas“. Der Fußabdruck ist gleichsam das Siegel Shivas, Ausdruck seiner höchsten Gewalt. Wenn der König auf dem Berg Shivapada thront, übt er im Namen Shivas Macht aus und bestätigt damit Shiva als den höchsten Gott.

Paramavishnuloka, „der im Paradies Vishnus Weilende“ ist der posthume Name Suryavarmans II. Die Inschrift wurde nach dem Tod des Königs angebracht. Der König war also, auch nach seinem Tod, kein Gott, sein Status mag verglichen werden mit dem eines katholischen Heiligen.

(Quellen: Roveda 2003, S. 29, Sahai 2011, S. 14, 71-74.)  

Vishnu gehorcht Shiva

Das Relief im östlichen Flügel der Nordseite zeigt in einer Reihe blutiger Szenen den Kampf Krishnas (der Inkarnation Vishnus) gegen den Dämonen Bana. Als Krishna schließlich dem Dämonen den Kopf abschlagen will, interveniert Shiva und befielt das Leben des bereits arg verstümmelten Bana zu schonen. Das Bild am Ende des Reliefs zeigt Vishnu vor Shiva auf dem Berg Kailasa. Mit Shiva sind seine Söhne Skanda und Ganesha, sowie Brahma. (Quelle: Roveda 20033, S. 60-66.)

Mutmaßungen über Suryavarman II.

Suryavarman baute neben Angkor Wat eine Reihe buddhistischer Tempel: Thommanon, Chau Say Tevoda, Banteay Samré, Beng Mealea und Phnom Rung in Thailand. Mit Ausnahme von Phnom Rung zeigen diese Tempel buddhistische Reliefs und sind buddhistisch. (Quellen: Freeman/Jacques, S. 12; Roveda 2005, S. 368-371, 391-396.)

Er war möglicherweise Buddhist (und baute wie alle anderen buddhistischen Könige vor ihm einen hinduistischen Staats-Tempel). Dafür dass er Vishnuist gewesen sein soll, gibt es keinen schlüssigen Beweis.