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Ich, Reinhart Zieger, wurde im Jahr 2000 als Lehrer (Deutsch, Erdkunde, Geschichte) pensioniert und reiste sogleich durch Südostasien, mit dem Ziel, in Süd-China an einer Uni Deutsch zu unterrichten; dorthin bin ich nie gekommen.

Unterwegs kam ich auch in Angkor vorbei und streifte sieben Tage lang durch die Tempel. Baksei Chamkrong hat mich beeindruckt, die anderen sagten mir fast nix.

Nach einer Woche konnte ich die Tempel abhaken (dachte ich) und was anderes machen. (Viel später merkt ich, dass das an dem Reiseführer lag, der mir die Tempel schlicht und einfach nicht erschlossen hatte.)

Siem Reap, Zanzybar

Dort, in der Bar, gefiel es mir und dort hatte ich eines Abends eine Eingebung: Ich bleibe in Siem Rap. An die Tempel dachte ich dabei überhaupt nicht.

Wie der Ochs vorm Berg

Mein neues Leben begann am 2. Mai 2001, als ich deutsch sprechenden Tour-Guides beibringen sollte, wie man die Tempel von Angkor erklärt, und schlicht nicht wusste, wie.

Die verschwundene Stadt

Angkor erscheint dem Besucher als eine Reihe von Tempeln. die in der Gegend herumstehen oder gar aus einem mystischen Dschungel auftauchen.

Aber in Angkor lebten Menschen, neben den Tempeln bauten bauten sie Barays (riesige rechteckige Wasserbecken), Trapeangs (Teiche), und Kanäle. Die Häuser, auch die Plaäste, waren aus Holz und anderen vergänglichen Materialien. Auf bewässerten Feldern wurde dreimal im Jahr Reise geerntet.

Der verborgene Sinn

Im historischen Zusammenhang gesehen, erzählen uns die Tempel mit ihren Plastiken und Reliefs ihre Geschichte und lüften ihre Geheimnisse. Angkor wird wieder lebendig.

Die Fülle der Tempel

Ich bin viel herumgekommen und kenne außer Angkor auch die wichtigsten Tempel außerhalb, von Banteay Chhmar im Westen bis Preah Ko (Prasat Boran) bei Stoeng Treng am Mekong, und von Preah Vihear im Norden bis Phnom Bayang im Süden.

Ich habe mich umgesehen, Fotos gemacht und Bücher gelesen und das Ganze in einen Zusammenhang gebracht.

Ich bin kein Tour-Guide sondern Spurensucher und Geschichtenerzähler. Ich gehe gerne mit Gästen in die Tempel und erkläre ihnen, was wir dort sehen.