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Kala, ein Symbol Shivas

Der welterobernde Dämon-Tyrann Jalandhara will die wunderschöne Shakti, die Gemahlin Shivas, für sich gewinnen. Das Monster Rahu tritt in seinem Auftrag vor Shiva und fordert diese herauszugeben.

Da lässt Shiva zwischen seinen Augenbrauen, seinem dritten Auge seinen Zorn hervortreten in Gestalt eines unwiderstehlichen löwenköpfigen Monsters, mager und ausgemergelt, von unersättlichen Hunger getrieben. Es brüllt wie Donner, seine Augen brennen wie Feuer, die schüttelnde Mähne dehnt sich weit in den Raum.

Rahu ist entsetzt, nimmt Zuflucht zu der Gnade des Allmächtigen und unterwirft sich Shiva.

Shiva befiehlt nun dem Löwenköpfigen Rahu zu verschonen, aber jener hat quälenden Hunger und bittet um ein anderes Opfer. Da schlägt Shiva ihm vor sich selbst zu verschlingen, und er frisst sich selbst auf, samt dem Unterkiefer. Nur das obere Gesicht bleibt übrig.

Diese Löwenfratze wird in Angkor zu Kala, „dem Schwarzen“, der absoluten Zeit, die alles verschlingt, und der Manifestation Shivas in seinem schrecklichen Aspekt. Über Kala sitzt Shiva.

Der Kala ist auf vielen Lintels im Zentrum, oft sind die Augen ausgekratzt.

(Frei nach Zimmer, S.195-203.)

Kala in Banteay Srei

Kala in Banteay Srei

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Ich bin Johann Reinhart Zieger, genannt Reinhart, lebe seit über 18 Jahren in Angkor, bin von den Tempeln begeistert und lasse mir ihre Geschichten erzählen. Mehr.